Rund 10.000 ältere Menschen engagieren sich in hessischen Seniorengenossenschaften.
Die Idee der Seniorengenossenschaften kommt aus den USA. Als selbstorganisierte Netzwerke übernehmen die Genossenschaften vielfältige kommunale, soziale und kulturelle Aufgaben. In Hessen gibt es derzeit ca. 40 Seniorengenossenschaften mit etwa 10.000 Mitgliedern.
Aktiv in der Gesellschaft
Das Engagement der Genossenschaftsmitglieder entspringt dem Wunsch nach einer sinnvollen und selbstbestimmten Tätigkeit. Darüber hinaus soll es auch zur Verbesserung des sozialen Klimas im Stadtteil oder in der Gemeinde beitragen. Seniorengenossenschaften verhindern die Vereinsamung und Isolation der älteren Menschen und fördern durch die Einbindung jüngerer Menschen die Solidarität zwischen den Generationen.
Hilfs- und Pflegedienste
Besonders im Bereich der Hilfs- und Pflegedienste wollen die Genossenschaften gesellschaftlich wichtige Aufgaben übernehmen. Die professionellen Fachkräfte sollen bei ihrer Arbeit unterstützt und entlastet werden. Durch eine gezielte Koordination von Selbsthilfe und professioneller Arbeit kann das Altenhilfesystem effektiver und damit auch kostengünstiger gemacht werden.
Prinzip der Zeitgutschrift
Neu an den Genossenschaften ist vor allem das Prinzip von Hilfeleistungen gegen Zeitgutschrift: für jede geleistete Stunde wird die gleiche Zeit gutgeschrieben. Diese gutgeschriebenen Zeitpunkte können im Fall der eigenen Hilfsbedürftigkeit abgerufen werden.
