Elterngeld attraktiv für Väter

Beteiligung an der Kinderbetreuung hat sich verdoppelt

Das Elterngeld ist für Väter attraktiver als das Ende 2006 ausgelaufene Erziehungsgeld. Nach einer ersten vorläufigen Auswertung des Statistischen Bundesamts ist die Väterbeteiligung an der Betreuung in den ersten Monaten nach der Geburt ihres Kindes doppelt so hoch wie beim Erziehungsgeld. Sieben Prozent aller gewährten Anträge im ersten Quartal 2007 fielen auf Väter. Beim Erziehungsgeld lag der Anteil der Bewilligungen für Väter im Vorjahreszeitraum mit 3,5 Prozent nur halb so hoch.

Von den Vätern, deren Anträge im ersten Quartal bewilligt wurden, nahmen 30 Prozent Elterngeld für zwölf Monate in Anspruch. Knapp die Hälfte (47 Prozent) entschied sich für zwei Monate. Von den Müttern nahmen 86 Prozent das Elterngeld für die vollen zwölf Monate in Anspruch. Mit einem weiteren Anstieg des Anteils der Väter, die eine Auszeit für die Erziehung ihrer Kinder nehmen, ist zu rechnen. Denn Väter stellen, da sie häufiger erst im weiteren Verlauf des ersten Lebensjahres des Kindes Elterngeld beziehen wollen, eventuell erst zu einem späteren Zeitpunkt ihren Antrag.

Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für maximal 14 Monate gezahlt; beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen, zwei weitere Monate gibt es, wenn in dieser Zeit Erwerbseinkommen wegfällt und sich der Partner an der Betreuung des Kindes beteiligt.

(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Inhalt erstellt am 31.05.2007  -  Zuletzt aktualisiert am 31.05.2007

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