Untersuchungen zeigen, dass der Computer in der frühkindlichen Bildung und Erziehung helfen kann, vielfältige Kompetenzen bei Kindern zu entwickeln.
Für den Einsatz des Computers in den Kindertagesstätten sprechen die Erhöhung der Konzentrations- und Merkfähigkeit, die Schulung des abstrakten Vorstellungsvermögens und der Erwerb von technischem Grundwissen.
Die gezielte Anwendung von spiel- und aufgabenorientierter Software kann wichtige Anstöße für die Sprachförderung und den Schriftspracherwerb der Kinder geben. Im spielerischen Umgang mit Computern können Kinder forschen und entdecken, sich Wissen aneignen und Kreativität entfalten.
Handreichungen für die Praxis
Um interessierten Kindertageseinrichtungen die Einführung von Computerarbeit zu ermöglichen, hat die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit „Handreichungen für die Praxis“ herausgegeben.
Erzieherinnen und Erzieher können mit deren Hilfe die PC-Arbeit in den Kindertagesstätten erlernen oder ihre Kenntnisse vertiefen. Die Handreichungen erläutern Schritt für Schritt, wie der PC in den Kindergartenalltag integriert und die pädagogische Arbeit sinnvoll ergänzt werden kann. Sie enthalten wertvolle Praxistipps bei der Auswahl geeigneter Software.
Zweijähriges Forschungsprojekt
In einem zweijährigen Forschungsprojektes in sechs Kindertageseinrichtungen in Hessen hat die LPRHessen untersuchen lassen, welchen Einfluss der Computer auf die kognitive und kommunikative Entwicklung von Kindern hat und wie sich Kinder im Vorschulalter bei der Computernutzung verhalten.
Die Erkenntnisse aus dem Projekt, das in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und mit Unterstützung von IBM Deutschland in Hessen durchgeführt wurde, sind anwendungsorientiert „übersetzt“ worden. Die Ergebnisse wurden in konkrete Handreichungen für die Einführung und Anwendung praktischer Computerarbeit in Kindertageseinrichtungen übertragen.
