In schwierigen Lebenslagen und Belastungen können Familien mit der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder überfordert sein.
Der Gesetzgeber hat deshalb Hilfen zur Erziehung vorgesehen, die außerhalb des betroffenen Elternhauses ansetzen.
Die Trennung auf Zeit kann eine entlastende und zukunftsorientierte Entscheidung für eine überforderte Familie sein. Neben der Erziehung in einem Heim oder einer anderen betreuten Wohnform kommt dann insbesondere die Erziehung in einer Pflegefamilie in Frage. Hierbei handelt es sich entweder um eine zeitlich befristete Erziehungshilfe oder eine auf Dauer angelegte Maßnahme.
Die Adoption stellt dagegen die dauerhafte und vollständige Weggabe bzw. Annahme eines Kindes dar. Die Zahl der zur Adoption freigegebenen Kinder ist allerdings seit Jahren rückläufig. Der Vermittlungsschwerpunkt liegt bei der Adoption von Stiefkindern und von Kindern aus dem Ausland.
Die " Aktion Moses ", die in den Beratungsstellen vom Sozialdienst katholischer Frauen angeboten und von der Landesregierung unterstützt wird, ist ein anonymes Beratungs- und Hilfsangebot für Frauen, die gefährdet sind in Krisen- und Notsituationen ihr Baby auszusetzen oder zu töten. Die Beratung kann sowohl über eine kostenfreie Notrufnummer als auch in den entsprechenden Beratungsstellen erfolgen. Damit sollen betroffene schwangere Frauen bereits vor der Geburt erreicht werden, um ihnen Perspektiven und Wege zu Problemlösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Der Lebensschutz des Kindes, das Ernstnehmen, die Wertschätzung und die Beratung der abgebenden Mutter bzw. der Eltern sowie eine ärztlich begleitete Geburt und verantwortbare Übergabe des Kindes, wenn die Mutter keine andere Lösung für sich sehen kann, sind wesentliche Ziele der Aktion Moses.
Gemeinsame Zentrale Adoptionsstelle
Die Gemeinsame Zentrale Adoptionsstelle (GZA) Rheinland-Pfalz und Hessen bietet Beratung und Auskunft in Adoptionsfragen, gerade auch bei Auslandsadoptionen.
