Mutterschutz und Elternzeit

Mutterschutz und Elternzeit gehören zu den großen sozialen Errungenschaften für Frauen. Sie sorgen dafür, dass werdende Mütter nicht nur im Beruf arbeitsrechtlich besonders geschützt, sondern auch vor und nach der Geburt eines Kindes.

 

    Schlafendes Baby umklammert Hand der Mutter

 

 

Mutterschutz

Der gesetzliche Mutterschutz ist im Mutterschutzgesetz und in der Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz geregelt. Die in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehende (werdende) Mutter und ihr Kind sollen vor Gefährdungen der Gesundheit sowie vor Überforderung am Arbeitsplatz, vor finanziellen Einbußen und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes während der Schwangerschaft und einige Zeit nach der Geburt geschützt werden. Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung.

 

Elternzeit

Elternzeit ermöglicht es Eltern, zur Betreuung ihres Kindes im Beruf zeitlich befristet kürzer zu treten und stärkt den familiären Zusammenhalt. Zum 1. Januar 2015 ist das Gesetz zur Einführung des Elterngeld Plus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit in Kraft getreten. Die neuen Regelungen zum Elterngeld und zur Elternzeit gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015. Eltern bekommen mit den Neureglungen noch mehr Spielräume bei der Gestaltung ihrer Elternzeit.

 

Anspruch auf Elternzeit

Bei dem Anspruch auf Elternzeit handelt es sich um einen arbeitsrechtlichen Anspruch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gegenüber ihrem Arbeitgeber. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen, haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. Während der Elternzeit ruhen die Hauptpflichten des Arbeitsverhältnisses. Das Arbeitsverhältnis bleibt aber bestehen und nach Ablauf der Elternzeit besteht ein Anspruch auf Rückkehr zur früheren Arbeitszeit.

Für Geburten bis zum 30. Juni 2015 können mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zu zwölf Monate der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes übertragen werden. Für Geburten ab 1. Juli 2015 können bis zu 24 Monate Elternzeit zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes beansprucht werden.

 

Anmeldung der Elternzeit

Die Elternzeit, die innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes beansprucht werden soll, muss beim Arbeitgeber sieben Wochen vor Antritt schriftlich angemeldet werden. Für Geburten ab dem 1. Juli 2015 beträgt die Anmeldefrist für die Elternzeit, die zwischen dem dritten und achten Geburtstages des Kindes beansprucht werden soll, 13 Wochen. Wird die Anmeldefrist nicht eingehalten, verschiebt sich der Termin für den Beginn der Elternzeit entsprechend.

Damit für Arbeitgeber und Eltern klar ist, für welchen Zeitraum die Elternzeit beansprucht wird, muss man sich mit der schriftlichen Anmeldung verbindlich festlegen, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren die Elternzeit genommen werden soll. Eltern sollten ihre Elternzeit grundsätzlich nur für zwei Jahre anmelden, um die noch verbleibende Zeit flexibel gestalten zu können, diese also bis zum dritten Geburtstag ihrer Kindes zu beanspruchen oder für Geburten bis zum 30. Juni 2015 mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zum achten Lebensjahr zu übertragen.

 

Elterngeldstellen beraten und informieren

Die Elterngeldstellen in den Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales haben die Aufgabe, über die Bedingungen und Wirkungen der Elternzeit zu informieren und zu beraten. Eltern und Arbeitgeber können sich mit ihren Fragen auch direkt an das Servicetelefon im Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) wenden (Tel. 030 201 791 30*, *Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr).

 

Elterngeld und Elternzeit

Eltern heute wollen ihre Kinder partnerschaftlich betreuen und gleichzeitig ihre beruflichen Ziele verfolgen. Seit Einführung des Elterngeldes und der Elternzeit nehmen immer mehr Väter die Regelungen in Anspruch und erfahren, dass das intensive Leben mit Kindern eine persönliche Bereicherung sein kann.

 

Elterngeld Plus

Zum 1. Januar 2015 ist das Gesetz zur Einführung des Elterngeld Plus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit in Kraft getreten. Die neuen Regelungen zum Elterngeld und zur Elternzeit gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Internetseite www.elterngeld-plus.de ins Netz gestellt, um zukünftige Eltern über die wichtigsten Neuerungen, die das Gesetz vorsieht, zu informieren.

 

Mutterschutzgesetz

 

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

 

Inhalt erstellt am 16.12.2004  -  Zuletzt aktualisiert am 08.09.2015

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