Die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme, mit denen sich die Agenda 21 befasst, sind globaler Natur und sollen vor Ort gelöst werden.
Die Kommunen haben deshalb die Aufgabe, eine Lokale Agenda 21 zu entwerfen. Es entsteht ein kommunales Aktionsprogramm für eine nachhaltige Entwicklung.
Mitwirkung von Familien
Eine Grundvoraussetzung dafür ist die "umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung", wobei neue Formen der Partizipation notwendig sind. Durch das Förderprogramm "Agenda 21 in hessischen Städten und Gemeinden" werden Familien, Kinder, Jugendliche und Frauen verstärkt an den kommunalen Planungsprozessen beteiligt.
Denn nur die Mitwirkung von Familien und allen ihren Mitgliedern eröffnet die Chance, wirkliche Fortschritte in Richtung einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung zu machen.
Lokale Agenda 21
Die Agenda 21 ist das zentrale Ergebnis einer Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand. Die Agenda enthält Anregungen zur Lösung der globalen ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme. Der Lösungsansatz folgt dem Prinzip der "nachhaltigen Entwicklung". Darunter versteht man "eine Entwicklung, die den Bedarf der gegenwärtigen Generation decken kann, ohne künftige Generationen in der Fähigkeit, ihren Bedarf zu decken, einzuschränken."
