Die Zahl der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen im Alter von über 65 Jahren wird in Hessen bis zum Jahr 2020 auf 250.800 ansteigen.
Die Zuwachsrate beträgt von 1995 bis 2020 etwa 37 Prozent. Fast 85 Prozent der älteren Hilfe- und Pflegebedürftigen werden von ihren Angehörigen, d.h. überwiegend von den Ehefrauen, den Töchtern und den Schwiegertöchtern, zu Hause betreut und gepflegt. Diese Form der Pflege benötigt entsprechende Unterstützungsangebote.
Bürgernaher Service
Die Beratungsstellen für ältere Menschen bieten einen bürgernahen Service für Hilfebedürftige und ihre Angehörigen. Sie informieren über gesundheitsrelevante, sozial-pflegerische, psycho-soziale und kulturelle Angebote und vermitteln benötigte Hilfen schnell und bedarfsgerecht. Durch gezielte Beratung können pflegende Angehörige Leistungsansprüche zur Verbesserung ihrer sozialen Sicherung umfassender geltend machen. Finanzielle Nachteile, die durch die Übernahme der Pflege entstehen können, werden somit gemildert.
Die Beratungsstellen fördern auch die Kooperation der verschiedenen Leistungsanbieter. Durch eine Abstimmung ihrer Angebote können die vorhandenen Unterstützungspotenziale effektiv genutzt werden.
