Studie der Prognos AG: Potentiale erschließen - Familienatlas 2005

Hessische Ergebnisse im Familienatlas 2005:
In 12 der 21 Kreise können Familien gut leben

In 12 der 21 hessischen Landkreise lässt es sich als Familie gut wohnen und leben. Zu diesem Ergebnis kommt der "Familienatlas 2005", den Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) im Januar 2005 in Berlin vorgestellt hat. Diese Regionen schneiden bei Bildung und Arbeitsmarkt, Familie und Beruf, Sicherheit und Wohlstand sowie bei der Geburtenrate gut ab. Einziges Manko: Die fehlende Infrastruktur für die Kinderbetreuung.

Die 12 Kreise sind: Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Hochtaunus, Mainz-Kinzig, Rheingau-Taunus, Wetterau, Limburg-Weilburg, Marburg- Biedenkopf, Vogelsberg, Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Waldeck- Frankenberg.

Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt werden dagegen als «Singlestädte» eingestuft, in denen sich junge Menschen ausbilden lassen, ihre Familien aber meist woanders gründen. Diesen Städten mangelt es der Studie zufolge häufig an familienfreundlicher Infrastruktur wie Spielplätzen oder günstigen Wohnungen.

Der "Familienatlas" wird von der Prognos AG in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium und der Wochenzeitung "Die Zeit" erstellt und soll "eine Bestandsaufnahme der Familienfreundlichkeit" in Deutschland liefern. Dafür wurden alle 439 Kreise und kreisfreien Städte anhand von 16 Indikatoren gemessen und in acht Kategorien eingestuft. Kriterien sind Demographie, Betreuungsinfrastruktur, Bildung und Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Sicherheit und Wohlstand.

Die Kreise Groß-Gerau und Main-Taunus fallen danach in die Kategorie "klassische Mittelstandsregionen". Diese unterscheiden sich von den Regionen, in denen es sich als Familie gut leben lässt, vor allem durch eine noch schlechtere Betreuungsinfrastruktur. Außerdem haben Frauen einen schlechteren Zugang zum Arbeitsmarkt.

Die Kreise Gießen und Werra-Meißner werden den «Regionen mit verdeckten Problemen» zugerechnet. Dabei geht es vor allem um Arbeitslosigkeit und Sicherheit. Die Kreise Odenwald, Offenbach, Lahn-Dill, Kassel und Fulda gelten als "unauffällig". In diese Kategorie zählen Regionen, in denen es besonders wenig Teilzeitarbeit und damit auch erwerbstätige Frauen gibt und die Angebote für Kinderbetreuung besonders rar sind. Als Städte im Strukturwandel werden Offenbach und Kassel bewertet. In diesen ehemaligen Industriestädten sei die Arbeitsmarktlage besonders problematisch und die familienfreundliche Infrastruktur besonders schlecht.

www.bmfsfj.de oder www.prognos.com/familienatlas

Inhalt erstellt am 07.02.2005  -  Zuletzt aktualisiert am 25.09.2007

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