Top-Ten der Ökoprodukte

Wer beim Einkauf eine bewusste Entscheidung für attraktive nachhaltige Produkte treffen möchte, hat es jetzt einfacher. Seit Anfang März gibt es die "EcoTopTen" - eine professionelle Marktübersicht für anspruchsvolle Verbraucher. Dahinter steht eine große, vom Freiburger Öko-Institut initiierte Informationskampagne für nachhaltigen Konsum und Produkt-Innovationen im Massenmarkt. Im Fokus stehen dabei die EcoTopTen-Produkte. Sie müssen ökologisch, qualitativ und technisch hochwertig sein sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Öko-Produkte, die überteuert sind oder eine schlechte Qualität haben, fallen bei der Bewertung durch.

EcoTopTen umfasst zehn Produktfelder, die in Sachen Verbraucherkosten und Umweltbelastung besonders stark ins Gewicht fallen. Diese zehn Produktfelder verursachen derzeit bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung etwa 60 Prozent der bundesdeutschen Umweltbelastungen und umfassen etwa 65 Prozent der Haushaltsausgaben der KonsumentInnen. Einbezogen werden klassische Produktgruppen wie etwa Autos, Wohnungen oder Lebensmittel, aber auch sich schnell entwickelnde Produktgruppen wie etwa Multimedia-Geräte oder Geldanlagen und Versicherungen. Beispiele für EcoTopTen-Produkte sind Niedrigverbrauchs-Autos, Car-Sharing, wartungsarme und sichere Fahrräder, Waschmaschinen mit Dialogsystem, virtuelle Anrufbeantworter oder Grüner Strom.

Bei der Bewertung der EcoTopTen-Produkte werden die Kriterien Umweltfreundlichkeit, Preis und jährliche Gesamtkosten gleichrangig gewichtet. Zugleich wird auf hohe Qualität geachtet - ein Novum. Bestehende Produktsiegel und Testergebnisse sollen beim Ranking berücksichtigt werden.

Doch nicht nur für Verbraucher ist EcoTopTen interessant: Auch Unternehmen können von der Kampagne profitieren. Ausgehend von technischen Analysen und Konsumforschung wird das Öko-Institut regelmäßig "Innovationsziele" aus Sicht anspruchsvoller Verbraucher und Verbraucherinnen veröffentlichen. Die Innovationsziele sind für die Unternehmen gleichermaßen Messlatte wie Orientierungshilfe.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.ecotopten.de. Die EcoTopTen-Initiative wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Stiftung Zukunftserbe gefördert.

(Quelle: Öko-Institut e.V.)

Inhalt erstellt am 06.06.2005  -  Zuletzt aktualisiert am 22.11.2005

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