Motto des Landeswettbewerbs: „Generationen leben und arbeiten zusammen“
Die Hessische Landesregierung hat den Landeswettbewerb „Familienfreundliche Kommune 2005“ ausgelobt, der dem Schwerpunktthema „Generationen leben und arbeiten zusammen“ gewidmet ist. Sozialministerin Silke Lautenschläger gab in Wiesbaden den Startschuss und rief die Städte und Gemeinden in Hessen auf, beste Beispiele für eine gute Praxis einzureichen. „Erfolgreiche und vorbildliche Projekte zur Förderung des Miteinanders der Generationen in hessischen Kommunen sollen durch den Wettbewerb öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren“, erklärte sie. Es ist die Vergabe von drei Geldpreisen in Höhe von 5.000 Euro, 4.000 Euro und 3.000 Euro vorgesehen.
„Angesichts der Altersentwicklung der Bevölkerung und der Veränderung der Familienstrukturen sind neue Konzepte erforderlich, um ein Miteinander der Generationen zu ermöglichen und sicherzustellen. Nur wenn alle Altersgruppen in einer Gemeinde angemessen vertreten sind, sich begegnen und gegenseitig stützen, bleibt sie lebendig und menschlich“, erläuterte Silke Lautenschläger. Gerade unter diesem Aspekt sei die demografische Entwicklung eine Herausforderung für die Kommunalpolitik. Insbesondere seien Aktivitäten gefragt, die in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft verwirklicht werden. Nur wenn vor Ort ein Bündnis für Familien entstehe, das von allen Kräften getragen werde, könne Familienfreundlichkeit nachhaltig verankert werden.
Der Landeswettbewerb ist 2002 aus der Taufe gehoben worden. Nach der erfolgreichen Premiere wurde 2003 aus dem Modellprojekt eine regelmäßige Veranstaltung. Der Titel „Familienfreundliche Kommune“ wird in zweijährigem Rhythmus vergeben. „Der Wettbewerb hat Anreize gesetzt, die Familien in den Mittelpunkt der Kommunalpolitik zu rücken“, zog Silke Lautenschläger eine positive Bilanz. Die Lebensbedingungen von Familien seien in großem Maße von den Entscheidungen der örtlichen Ebene abhängig. Familienfreundlichkeit müsse von den Kommunen als Standortfaktor verstanden werden, um Bürger und Arbeitsplätze an sich zu binden und die Lebensqualität zu steigern. Eine aktive, zeitgemäße kommunale Familienpolitik rechne sich.
„Das Prädikat ‚familien- und kinderfreundlich‘ soll in Hessen zu einem Gütezeichen für die Qualität einer Stadt oder Gemeinde werden“, unterstrich die Ministerin. Hessen habe sich auf den Weg gemacht, ein Familienland zu werden. Die Landesregierung gehe diesen Weg bewusst in enger Partnerschaft mit den Kommunen, um eine Breitenwirkung zu erzielen.
Wettbewerbsbeiträge sind bis 14. Oktober 2005 einzureichen. Sie werden von einer fachkundigen Jury bewertet. Die Prämierung erfolgt am 26. Januar 2006 in Wiesbaden.
(Quelle: Hessisches Sozialministerium)
