Start der Aktionstage Kinderbetreuung

Halle, Bonn, Eschborn und Dortmund informieren über mehr Betreuung und Förderung der unter Dreijährigen

Immer mehr Städte und Gemeinden investieren in die Kinderbetreuung für die Kleinsten, weil sie für Familien attraktiv sein wollen. Sie setzen damit die Vorgaben des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG), das seit Anfang 2005 gilt, um. Bundesweit sollen bis zum Jahr 2010 über 230.000 neue Betreuungsplätze in Krippen und bei Tagesmüttern entstehen. Nun informieren eine Reihe von Kommunen mit dem Bundesfamilienministerium exemplarisch über ihre Aktivitäten für Kinder und Familien. Bundesministerin Renate Schmidt gab vor kurzem in Berlin gemeinsam mit Kommunalpolitikern den Start für die "Aktionstage Kinderbetreuung".

Die neue Kinderbetreuungsstudie des Deutschen Jugendinstituts, für die 8.000 Eltern befragt wurden, bestätigt den hohen Bedarf an Betreuungsplätzen: Durchschnittlich 10 Prozent der Eltern wünschen sich im ersten Lebensjahr des Kindes eine Betreuung, im zweiten Jahr bereits ein Drittel (27 Prozent), im dritten Jahr deutlich mehr als die Hälfte der Eltern (55 Prozent).

Die "Aktionstage Kinderbetreuung" sind der Anfang einer Reihe von Angeboten des Bundesministeriums, die den Kommunen helfen, den Dialog mit Eltern und Öffentlichkeit über den Ausbau der Kinderbetreuung zu suchen. Die ersten Aktionstage finden zwischen dem 12. August und dem 2. September in Halle, Bonn, Eschborn und Dortmund statt. Das Bundesministerium stellt allen 615 Jugendämtern in Deutschland Informationsmaterialien zum Tagesbetreuungsausbaugesetz zur Verfügung und gibt Unterstützung für die Information von Eltern, Multiplikatoren und Fachleuten im kommunalen Umfeld.

In Eschborn entstehen Betreuungsplätze in Kooperation mit vielen der ansässigen Unternehmen. "Die Grundlage für eine erfolgreiche Standortpolitik und ein familienfreundliches Gemeinwesen ist die Vernetzung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen und die Balance zwischen Familie, Beruf und Freizeit. In Eschborn leisten Wirtschaft, Kommune und Bürgerschaft gemeinsam ihren Beitrag für einen modernen und zukunftsorientierten Lebens- und Arbeitsstandort für Familien in der Rhein-Main-Region. Unsere wichtigste Aufgabe liegt auch zukünftig in der Vernetzung der vorhandenen Kompetenzen und in der Stärkung und Unterstützung vielfältiger Initiativen. Nur so kann Politik, Wirtschaft und Gemeinwesen zukünftig den komplexen Anforderungen eines familien- und berufsorientierten Standortes begegnen", so Wilhelm Speckhardt, Bürgermeister von Eschborn.

(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Inhalt erstellt am 22.07.2005  -  Zuletzt aktualisiert am 26.07.2005

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