Hessens kinderfreundlichste Kommunen

Sozialministerin Lautenschläger und die „hessenstiftung – familie hat zukunft“ präsentieren die Gewinner der Aktion „Kinder bewerten ihre Stadt“

Bensheim, Groß-Zimmern, Hanau und Wiesbaden sind besonders kinderfreundlich – so lautet das Urteil der 6- bis 7-Jährigen, die sich an der Aktion „Kinder bewerten ihre Stadt“ beteiligt haben. Sozialministerin Silke Lautenschläger stellte nun die insgesamt 10 Städte und Kommunen vor, die in vier Altersgruppen am besten bewertet wurden, und überreichte als Anerkennung eine Urkunde.

Rund 2.400 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren nahmen an der hessenweiten Befragung teil, die von der „hessenstiftung – familie hat zukunft“  bei der evangelischen Fachhochschule Darmstadt in Auftrag gegeben wurde. Die Kinder sollten die Qualität ihres Wohn- und Lebensumfeldes mit Hilfe eines von ihnen selbst entwickelten Fragebogens bewerten. „Hierbei haben wir bewusst die Perspektive der Erwachsenen gegen die Betrachtung der Kinder eingetauscht“, so die Ministerin.

Gefragt wurde zum Beispiel nach den Möglichkeiten zum Fahrradfahren, wie die Spielplätze gefallen, ob es Ferienangebote in der Stadt gibt oder wie es um die Freundlichkeit der Geschäfte bestellt ist. Hilfestellung lieferte dabei die Skalierung in den Farben einer Ampel. Die Fragen wurden in die Kategorien Bewegung, Kinderorte, Kommunikation, subjektives Empfinden und Angebote eingeteilt.

Am besten haben folgende Städte abgeschnitten:

  • Bei 6- bis 7-jährigen liegen Bensheim, Groß-Zimmern, Hanau und Wiesbaden im „grünen Bereich“
  • In der Gruppe der 8- bis 9-jährigen rangieren Frankfurt Schwanheim/Goldstein, Griesheim und Hanau auf den ersten Plätzen
  • Die 10- bis 11-jährigen gaben in der Mehrheit Dietzenbach, Eschwege, Frankfurt-Ginnheim und Gießen-Nordstadt ihre Stimme
  • In der Altersgruppe 12-14 liegt Gießen-Nordstadt vorn.

An der Aktion Kinder bewerten ihre Stadt nahmen 135 Kindergruppen aus 50 hessischen Städten und Stadtteilen teil. Für die Teilnahme der Städte war die Einwohnerzahl ausschlaggebend. Voraussetzung waren mindestens 15.000 Einwohner in den Städten oder 10.000 Einwohner in deren Stadteilen. „Von den Ergebnissen profitieren die örtlichen Verwaltungen und politischen Institutionen, denn sie können damit sowohl Stärken erkennen und erhalten, als auch präventive Maßnahmen ergreifen, wo diese aus Sicht der Kinder nötig sind. Dazu können Kommunen sich bei Projektleiter Prof. Bernhard Meyer von der evangelischen Fachhochschule Darmstadt eine differenzierte Analyse einholen“, erklärte Dr. Ulrich Kuther, Bevollmächtigter der Geschäftsführung der hessenstiftung.

Gleichzeitig wurde der Startschuss für eine Onlineabstimmung gegeben, bei der sechs so genannte „Körbe“ zur Auswahl stehen, die jeweils verschiedene Verbesserungsvorschläge enthalten. Im Rahmen der Befragung konnten die Kinder Zukunftskarten ausfüllen und mitteilen, was in der Heimatstadt verändert werden soll. Diese Zukunftskarten wurden gesammelt, ausgewertet und in Körbe „gepackt“. So beinhaltet etwa der Korb „Spiel“ Verbesserungsvorschläge über einen Abenteuerspielplatz oder eine Indoor-Halle, im Korb „Sport“ sind Zukunftswünsche über einen Rasensportplatz oder ein Sprungbrett für das Freibad enthalten.

Aus dem Korb mit den meisten Stimmen wird ein Verbesserungsvorschlag gezogen,  der den ersten Preis in Höhe von 7.000 Euro erhält, um die darin enthaltene Idee verwirklichen zu können. Der zweite Preis ist dotiert mit 6.000 Euro, der dritte Preis mit 5.000 Euro. Die Plätze vier bis sechs erhalten Preise von 3.000 bis 1.000 Euro.

Die Gewinner werden am 27. März auf hr3 sowie auf der Website www.hessenstiftung.de bekannt gegeben.

(Quelle: hessenstiftung - familie hat zukunft)

  • Ansprechpartner
  • Dr. Ulrich Kuther
    Bevollmächtigter der Geschäftsführung
    hessenstiftung - familie hat zukunft
    c/o Karl Kübel Stiftung
    Darmstädter Str. 100
    64625 Bensheim
    Telefon: 06251/ 7005-31
    Fax: 06251/7005-77
    Mail: u.kuther@hessenstiftung.de
    Web: www.hessenstiftung.de

Inhalt erstellt am 09.03.2006  -  Zuletzt aktualisiert am 09.03.2006

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