Kinder brauchen aktive Väter

Auf dem Kongress „Väter aktiv!“ fordert Sozialministerin Lautenschläger mehr Engagement von Unternehmen

Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger hat die Unternehmen in Hessen aufgefordert, betriebliche Familienförderprogramme stärker an den Belangen beider Elternteile zu orientieren, um Frauen und Männern die Chance zu geben, familäre und berufliche Anforderungen in Einklang zu bringen. „Kinder brauchen für ihre Entwicklung aktive Väter“, erklärte die Ministerin anlässlich des Kasseler Kongresses „Väter aktiv!“, zu dem das Hessische Sozialministerium, die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die „hessenstiftung-familie hat zukunft“ eingeladen hatten.

Nach neuesten statistischen Erhebungen teilen sich gerade einmal etwa fünf Prozent der Väter die Elternzeit mit der Mutter des Kindes. Gerade bei den jüngeren Vätern ist der Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung allerdings durchaus vorhanden. Als Grund für den Verzicht auf die Elternzeit werden von den Männern finanzielle, vor allem aber berufliche Hindernisse genannt. „Die Übernahme von Verantwortung für Kinder und Familie durch die Väter braucht mehr Anerkennung, auch gerade in den Betrieben.“

Unternehmen könnten davon profitieren, Rahmenbedingungen zu unterstützen, die es den männlichen Mitarbeitern erlauben, ihre Familie als Bestandteil des beruflichen Lebens von Beginn an zu berücksichtigen, betonte Lautenschläger. „Familiengerechte Rahmenbedingungen sind ein Standortvorteil beim Wettbewerb um Fachkräfte, die Mitarbeiter sind motivierter und zufriedener.“

„Väter aktiv!“ war die dritte Veranstaltung der Kongressreihe „Dialog Beruf & Familie in Hessen“, die seit Ende 2004 vom Hessischen Sozialministerium, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der „hessenstiftung - familie hat zukunft“ getragen wird. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, geeignete Bedingungen für eine flexiblere, familiengerechte Arbeitsorganisation und ein verbessertes Betreuungsangebot zu schaffen.

Als Ergebnis des Kongresses wurde die so genannte „Kasseler Erklärung“ veröffentlicht, die fünf Thesen zur besseren Einbindung von Vätern ins Familienleben vorlegt.

(Quelle: Hessisches Sozialministerium)

Inhalt erstellt am 22.03.2006  -  Zuletzt aktualisiert am 22.03.2006

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