Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt Ratgeber für Eltern vor
Rauchen ist eines der größten gesundheitlichen Risiken für junge Menschen. Die schädlichen Folgen des Tabaks sind den meisten Eltern bekannt – sie wissen aber oft nicht, wie sie mit ihren Kindern über dieses Thema reden sollen. Abhilfe schafft nun ein neuer Eltern-Ratgeber, den die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelt hat.
Die Broschüre „Raucht mein Kind?“ zeigt Eltern Wege für ein konstruktives Gespräch mit ihren Kindern. Dabei werden die verschiedenen Alterstufen der Heranwachsenden berücksichtigt, denn je nach Alter müssen Eltern unterschiedlich auf die Fragen und Antworten Jugendlicher reagieren. Die wenigsten jungen Menschen fangen noch nach dem 16. oder 17. Lebensjahr mit dem Rauchen an. Für diejenigen, die bis dahin nicht rauchen, stehen die Chancen gut, dass sie auch weiterhin Nichtraucher bleiben.
„Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Eltern nach wie vor einen großen Einfluss auf das Rauchverhalten ihrer Kinder haben“, betont Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Hinblick auf das neue Informationsangebot. „Mit dem neuen Ratgeber wollen wir Eltern darin unterstützen, eine eindeutige Haltung zum Nichtrauchen einzunehmen, an der sich Kinder orientieren können. Eltern sollten sich nicht scheuen, dieses Thema altersgerecht immer wieder aufzugreifen. Auch rauchende Eltern müssen sich ihrer Erziehungsaufgabe stellen und das Gespräch mit ihren Kindern suchen. Dazu bietet der Ratgeber ebenfalls praktische Informationen.“
Die Tatsache, dass immer weniger Heranwachsende rauchen, unterstützt Eltern in ihrer Argumentation. Rauchten im Jahr 2001 noch 28 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 12- und 17-Jahren Zigaretten, sind es im Jahr 2005 nur noch 20 Prozent. Damit erreicht das Rauchverhalten Jugendlicher einen Tiefststand in Deutschland wie zu Beginn der neunziger Jahre.
Zusammen mit der Broschüre „Raucht mein Kind?“ ist auch die neu gestaltete Internetseite der BZgA zur Förderung des Nichtrauchens für Jugendliche online gegangen. Unter www.rauch-frei.info finden Jugendliche - aber auch ihre Eltern - eine Fülle an Informationen über die Wirkungen, Risiken und gesundheitlichen Folgeschäden des Rauchens. Die Seite unterstützt die Heranwachsenden dabei, ihr Rauchverhalten richtig einzuschätzen und mit dem Rauchen aufzuhören. Neben einem interaktiven Online-Ausstiegsprogramm können die jugendlichen Besucher in der ‚rauchfrei’-Community ihre Erfahrungen zum Thema Rauchen und Nichtrauchen austauschen.
Eltern, die weitere Fragen zum eigenen Tabakkonsum oder dem ihrer Kinder haben, erhalten Informationen beim Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Unter der Telefonnummer 01805 31 31 31 (12 Cent/Minute) - können sie sich an geschulte Beratungskräfte wenden. Das Beratungsteam steht von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 10.00 bis 22.00 Uhr und von Freitag bis Sonntag zwischen 10.00 und 18.00 Uhr zur Verfügung.
„Raucht mein Kind?“ - Ein Ratgeber für Eltern kann kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de
(Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
