Immer weniger Haushalte mit Eltern und Kindern

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Ergebnisse des Mikrozensus 2005

Rund 39 Millionen Haushalte gibt es in Deutschland – in den unterschiedlichsten Konstellationen. Wie die Statistiker ermittelt haben, hat die Zahl der Familienhaushalte, in denen Eltern und Kinder zusammenleben, gegenüber 1991 um 7 Prozentpunkte abgenommen. Ihr Anteil lag 2005 nur noch bei 31 Prozent. Verschwindend gering ist die Zahl der Mehrgenerationen-Haushalte: drei und mehr Generationen unter einem Dach findet man lediglich bei einem Prozent aller Haushalte.

Der Anteil von Eingenerationen-Haushalten, in denen Ehepaare ohne Kinder leben, lag 2005 bei 24 Prozent. Weitere 38 Prozent entfallen mittlerweile auf Singlehaushalte; ihre Zahl ist seit 1991 um 4 Prozentpunkte gestiegen.

Dieses sind einige der aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus 2005, die Johann Hahlen, Präsident des Statistischen Bundesamtes, Anfang Juni in Berlin vorgestellt hat. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa. Er enthält Angaben zur Struktur der Haushalte, zu den Lebensformen und der Gesundheitssituation der Bevölkerung.

Die Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zeigen weiter, dass in einem Fünftel der Haushalte ausschließlich Personen im Seniorenalter ab 65 Jahren wohnten. In 7 Prozent der Haushalte lebten Senioren mit jüngeren Menschen unter einem Dach zusammen. Damit war in 29 Prozent der Haushalte mindestens eine Person im Seniorenalter. Dieser Anteil ist gegenüber 1991 um 3 Prozentpunkte gestiegen. 

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Inhalt erstellt am 14.06.2006  -  Zuletzt aktualisiert am 14.06.2006

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