Kinderbarometer 2005 veröffentlicht

Befragung der hessenstiftung zeigt: Hessens Kinder gehen gern zur Schule

Was denken hessische Kinder über Arbeitslosigkeit? Mit wem lernen sie für die Schule? Wofür geben sie ihr Taschengeld aus? Antworten auf diese Fragen gibt das „Kinderbarometer Hessen 2005“, das in diesen Tagen von der hessenstiftung – familie hat zukunft“ herausgegeben wurde. Befragt wurden 2.271 hessische Schülerinnen und Schüler im Alter von neun bis 14 Jahren an 130 hessischen Schulen. Schwerpunkte der Befragung waren die Bereiche Lernen und Lernmotivation, Lesen und Lesevorlieben sowie das Thema Taschengeld. Eine erste Befragung von hessischen Kindern war im Jahr 2004 von der hessenstiftung und dem Institut „Prokids“ durchgeführt worden.

Dabei zeigte sich, dass sich die befragten Kinder intensiv mit dem Thema Arbeitslosigkeit auseinander setzen. Auf die Frage „Was würdest Du verändern, wenn Du Politiker wärst“ nannten 20 Prozent der Befragten das Thema Arbeitslosigkeit. Im Jahr zuvor hatten nur acht Prozent der Kinder dieses Thema genannt. Elf Prozent der Kinder haben mindestens einen arbeitslosen Elternteil – 2004 waren es acht Prozent. Wie im Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit der Eltern bei Kindern mit Migrationshintergrund (17 Prozent) weit verbreiteter als bei Kindern ohne Migrationshintergrund (sieben Prozent).

Genauer unter die Lupe genommen wurde das Lernverhalten der Kinder. Erfreulich ist, dass 47 Prozent der befragten Kinder mit einem sehr guten oder guten Gefühl in die Schule gehen. Weitere 22 Prozent gaben an, mit einem „eher guten“ Gefühl in die Schule zu gehen. Nur sechs Prozent hätten ein schlechtes oder sehr schlechtes Gefühl. Mädchen gehen dabei tendenziell lieber in die Schule als Jungen. Ihre Lernmotivation schöpfen die Kinder im Wesentlichen aus drei Faktoren: Sie lernen, weil sie wissen, dass „das für mich persönlich wichtig ist“, weil „ich den Unterrichtsstoff richtig verstehen will“ und weil „ich will, dass die Lehrer eine gute Meinung von mir haben“. Nur ein kleiner Teil der Schüler gibt an, nicht zu wissen, warum „ich in der Schule lernen soll“.

Das Kinderbarometer 2005 zeigt darüber hinaus, dass sich Kinder mehr Mitbestimmungsrechte bei den Lerninhalten wünschen. Jungs präferieren dabei praxisbezogene Fächer wie Sport oder Chemie, Mädchen hätten gerne mehr Wochenstunden in Kunst. Besonders unbeliebt sind bei den Jungen Spanisch- und Französischunterricht, bei den Mädchen Physik, Chemie und Erdkunde. Hoch im Kurs stehen Nachmittagsangebote wie Nachhilfe- oder projektorientierter Unterricht.

Das „Kinderbarometer Hessen 2005“ kostet 9,80 Euro und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN: 3-936705-83-6).

(Quelle: hessenstiftung - familie hat zukunft)

Inhalt erstellt am 01.09.2006  -  Zuletzt aktualisiert am 01.09.2006

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