19 Euro für Mickey und Co.

Hessische Schüler sind mit der Höhe des Taschengeldes zufrieden – aber fast die Hälfte jobbt in der Freizeit.

19,41 Euro erhalten hessische Schüler im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren monatlich im Schnitt als Taschengeld. Comics, Bücher und Süßigkeiten stehen in der Rangliste der meistgekauften Dinge von dem eigenen Geld ganz oben. Diese Ergebnisse gehen aus dem Kinderbarometer Hessen hervor, das die hessenstiftung – familie hat zukunft jährlich vorlegt.

Die Höhe des Taschengeldes hängt bei den rund 2.300 befragten Kindern vom Alter ab. Die Spanne reicht von knapp 14 Euro in der 4. Klasse bis zu rund 26 Euro in Klasse sieben. Dies bedeutet eine durchschnittliche Taschengelderhöhung von rund 4 Euro oder etwa 15 Prozent pro Jahr. Unter den Siebtklässlern haben die Jungen durchschnittlich knapp 5 Euro mehr im Monat im Portemonnaie als ihre Mitschülerinnen. Jungen mit Migrationshintergrund haben noch einmal rund 5 Euro mehr als Jungen deutscher Herkunft.

Ob von dem Taschengeld Schulsachen und Kleidung finanziert werden müssen, scheint eine grundsätzliche Entscheidung der Eltern zu sein. Jeweils acht Prozent der Befragten Kinder gaben an, Kleidung und Schulsachen selbst kaufen zu müssen. In diesen Fällen ist jedoch die Summe des Taschengeldes wesentlich höher als bei Kindern, die das Geld zur freien Verfügung haben. Die Zuständigkeit für Schulsachen schlägt mit 10 Euro mehr im Monat zu Buche. Wenn die Kinder einen Teil ihrer Kleidung selber kaufen, erhalten sie sogar 19 Euro mehr.

Drei Viertel der Befragten geben an, mit der Höhe ihres Taschengeldes zufrieden zu sein. Diese Tatsache hält aber fast die Hälfte der hessischen Kinder nicht davon ab, sich mit Babysitten, Rasenmähen oder Auto Waschen etwas Geld dazu zu verdienen. Hier werden Unterschiede neben dem Geschlecht (Jungen verdienen sich häufiger etwas dazu), auch in der besuchten Schulform deutlich: 58 Prozent der Hauptschüler arbeiten in ihrer Freizeit, während dies bei nur 43 Prozent der Gymnasiasten der Fall ist.

Auch ein anderer Trend wird sichtbar: Rund 14 Prozent aller Befragten waren zum Zeitpunkt der Erhebung verschuldet. Diese Kinder verdienen sich am häufigsten etwas dazu. Außerdem zeigt ein Vergleich, dass die Kinder sich am ehesten bei ihren Freunden Geld leihen. Die Eltern stehen als Schuldner erst an zweiter Stelle. Die Höhe der Schulden wurde nicht erfragt.

Das Kinderbarometer Hessen ist ein Projekt der hessenstiftung – familie hat zukunft in Zusammenarbeit mit dem ProKids-Institut Herten, der Hessischen Sozialministerin und der Hessischen Kultusministerin. Mit den Umfrageergebnissen sollen die Sichtweisen und Anliegen der Kinder stärker in die öffentlichen Diskussion eingebracht werden. Die Gesamtausgabe ist im Buchhandel erhältlich.

(Quelle: hessenstiftung – familie hat zukunft)

  • Ansprechpartner
  • Dr. Ulrich Kuther
    Bevollmächtigter der Geschäftsführung
    hessenstiftung - familie hat zukunft
    c/o Karl Kübel Stiftung
    Darmstädter Str. 100
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    Telefon: 06251/ 7005-31
    Fax: 06251/7005-77
    Mail: u.kuther@hessenstiftung.de
    Web: www.hessenstiftung.de

Inhalt erstellt am 02.04.2007  -  Zuletzt aktualisiert am 02.04.2007

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