Projekt des Hessischen Sozialministeriums will die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder bis Ende 2008 verdoppeln
„Als erstes Bundesland in Deutschland gehen wir in die Vorlage und verdoppeln unseren Haushaltsansatz für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren auf 90 Millionen Euro“, erklärte die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts „KNIRPS“.
„KNIRPS“ steht für: „Kleinkindern Nachhaltig Intensiv Rechtzeitig Plätze Schaffen“ und ist neben der Gebührenfreistellung des letzten Kindergartenjahres das zweite Standbein innerhalb des BAMBINI-Programms.
Die Ministerin zog eine positive Bilanz des für 2007 aufgelegten 45-Millionen-Euro-Programms zur Förderung der Plätze für unter Dreijährige. Das Programm sei von den Kommunen gut angenommen worden. Rund 90 Prozent der 426 Kommunen hätten eine Förderung der U3-Plätze beantragt. In diesem Jahr rechnet das Sozialministerium mit rund 6000 neuen Betreuungsplätzen.
„Mit ‚KNIRPS’ werden wir unsere Bemühungen noch mal toppen. Im Zuge der Haushaltsberatungen wurde die Schaffung neuer Plätze zum familienpolitischen Schwerpunkt gemacht“, so Lautenschläger. Mit originären Landesmitteln in Höhe von rund 32,5 Millionen Euro beteiligt sich das Land Hessen zu über einem Drittel an den Ausbaukosten, wie von den kommunalen Spitzenverbänden gefordert.
Hessen liegt bereits heute mit einer Betreuungsquote von 11,54 Prozent an der Spitze der westdeutschen Flächenländer. Mit dem Projekt „KNIRPS“ sollen die Kommunen in die Lage versetzt werden, die Betreuungsplätze für unter Dreijährige bis Ende 2008 zu verdoppeln.
„Damit können wir bereits zwei Jahre früher als bundesweit vom Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) vorgesehen die 20 Prozent-Marke überspringen“, so Lautenschläger abschließend.
(Quelle: Hessisches Sozialministerium)
