Zur Schule laufen oder fahren?

Hessische Schüler geben Auskunft über ihre Mobilität

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule: Hessens Kinder sind mobil. Nach den neuesten Ergebnissen der Studie „Kinderbarometer Hessen“ nutzen hessische Schüler häufig die eigenen Füße, um sich in ihrem Wohnumfeld fortzubewegen. 

Bei den 1.900 befragten Kindern der Klassen 4-7 auf dem Land und in den hessischen Großstädten liegen das Fahrrad, sowie das Auto der Eltern als Fortbewegungsmittel auf Rang zwei und drei. Als öffentliches Verkehrsmittel trat der Bus als klarer Sieger der Befragung hervor. In der Großstadt teilt er sich den Platz mit der U- und Straßenbahn, was auf die örtlichen Gegebenheiten zurückzuführen ist. Das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel nimmt mit steigendem Alter der Kinder zu. Deutlich wird dies am Verhalten der Kinder, wenn sie zum Bummeln, Einkaufen oder ins Kino fahren. Hier steigt die Nutzung des Busses um knapp 20 Prozent, während der Anteil der PKW-Nutzung proportional um 21 Prozent sinkt. Kinder der kleineren Klassen hingegen sind in ihrer Freizeit häufig auf die Eltern angewiesen. 

Hervorzuheben ist die unterschiedliche Verkehrsmittelnutzung auf dem Schulweg zwischen Stadt und Land: Während in den Städten 55 Prozent der Kinder zur Schule laufen können, sind es auf dem Land nur 22 Prozent. Dementsprechend hoch (61%) ist der Anteil der Schüler, die den Bus in ländlichen Gegenden nutzen. In der Grundschule gehen dagegen noch rund ein Drittel der Schüler zu Fuß, der Anteil der Radfahrer liegt bei 9 Prozent. Dieses Fortbewegungsmittel ist in der Mehrheit den Jungen zuzuordnen. 

Alle Kinder ordneten bei der Umfrage die Mobilitätsbedingungen in ihrem Wohnumfeld als überwiegend positiv ein. Ebenso werden die Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr sowie die Verkehrssicherheit selten bemängelt. 

Wie bereits in der Erhebung von 2003 festgestellt, fungieren die Eltern oft als Chauffeure, wenn die Kinder zu ihren Freunden gebracht werden, oder sie einen längeren Weg zu ihren Freizeitaktivitäten zurücklegen müssen. Doch nur 15 Prozent der befragten Kinder ist wirklich darauf angewiesen. Mehr als die Hälfte der Schüler gab an, dass sie ihre Freunde auch zu Fuß oder per Rad erreichen können. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass eher Kinder aus ländlichen Gegenden und in den Großstädten bei der Nachmittagsgestaltung auf ihre Eltern als Fahrer angewiesen sind. Die Mehrzahl von ihnen sind Mädchen, denen anscheinend eine geringere autonome Alltagsmobilität zugestanden wird als Jungen.

(Quelle: hessenstiftung - familie hat zukunft)

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Inhalt erstellt am 11.09.2007  -  Zuletzt aktualisiert am 11.09.2007

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