Kirchheim, Melsungen und Heppenheim sind Sieger im Landeswettbewerb „Familienfreundliche Kommune 2007“

Preisgekrönte Projekte bauen Brücken zwischen den Generationen

Das Schwerpunktthema des diesjährigen Wettbewerbs stand unter dem Motto „Alles unter einem Dach? Perspektiven für alle Generationen in unserer Kommune im Jahr 2015“. Insgesamt hatten 25 hessische Kommunen 36 Projekte zum Themengebiet eingereicht. Kirchheim (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), Melsungen (Landkreis Schwalm-Eder) und Heppenheim (Landkreis Bergstrasse) sind nun als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen.

„Alle drei Kommunen haben innovative und erfolgreiche Projekte eingereicht. Sie bauen Brücken zwischen den Generationen und sind damit beispielgebend. Sie verdienen öffentliche Aufmerksamkeit und sollen auf diese Weise andere zur Nachahmung anregen“, erklärte die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger während der Siegerehrung. Sie übergab den Vertretern der drei preisgekrönten Kommunen die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro verbunden ist. Kirchheim erhält für den ersten Platz 5.000 Euro, 4.000 Euro gehen an Melsungen als Zweitplatzierte und Heppenheim erhält für den 3. Platz 3.000 Euro. Die Prämierungsveranstaltung fand im Biebricher Schloss in Wiesbaden statt. Rund 120 Gäste aus den am Wettbewerb teilnehmenden Kommunen verfolgten die Preisverleihung mit Spannung, denn bis zur Preisverleihung wurden die Preisträger geheim gehalten.

Kirchheim errang den ersten Platz mit dem Projekt „Generationengarten“. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Begegnungs- und Bildungsangebot in dem gemeinsam eine Fläche von 6.000 qm bewirtschaftet wird. Zusammen mit Grundschule, Kindertagesstätte, Ortsjugendpflege und Senioren finden Naturschulung und Naturerfahrung im Kirchheimer Schlossgarten statt. Unter Anleitung von engagierten Seniorinnen und Senioren bauen ca. 200 Kinder und Jugendliche dort von Frühjahr bis Herbst Kartoffeln, Rüben, Getreide, Blumen und Gemüse an. So profitiert die Jugend vom reichhaltigen Erfahrungsschatz der älteren Generation. Das Projekt hat einen hohen Innovationsgrad, wird völlig ohne öffentliche Mittel realisiert, dient als Impulsgeber und bietet sich zur Nachahmung für vergleichbare Projekte in ganz Deutschland an.

Melsungen konnte die Jury mit dem Angebot „Ehrenamtliche Patenschaften für Familien“ überzeugen. Das Projekt hat die Unterstützung von Familien, Alleinerziehenden und deren Kindern und Jugendlichen zum Ziel. Familien, die besonders starken Belastungen ausgesetzt sind, werden durch qualifizierte und professionell begleitete ehrenamtliche Patinnen und Paten bei der Alltagsbewältigung unterstützt. Die zu bewältigenden Aufgaben werden gemeinsam mit der Familie, der Koordinatorin und den Patinnen und Paten besprochen. Beispiele sind Gänge zu Ämtern, Schulen, Ärzten aber auch kulturelle Angebote. Dieses innovative Projekt trifft genau den Nerv der Zeit. Die Zahlen der Alleinerziehenden und Eltern, die sich professionelle Hilfe holen steigt beständig an.

Der 3. Preis geht an die Stadt Heppenheim für das Projekt „Familienarbeitskreis“. Einzelaktionen von Gruppen oder Einzelpersonen werden im Familienarbeitskreis gebündelt. Die Kommune hat gemeinsam mit dem Arbeitskreis eine Prioritätenliste erstellt. Ausgewählte Projekte sind: Umgestaltung des Erholungsgeländes „Bruchsee“, Kurzzeitbetreuung für Kinder in der Innenstadt sowie ein Integrationsprojekt für Seniorinnen und Senioren. Neben den Preisträgern haben – nach Auffassung der Jury - folgende weitere Kommunen nachahmenswerte Projekte im Rahmen des Landeswettbewerbs eingereicht: Alheim, Bad Hersfeld, Bad Wildungen, Bürstadt, Felsberg, Frankenberg, Fulda, Haunetal, Kelkheim, Kirchhain, Knüllwald, Künzell, Nidda, Niederaula, Offenbach, Schauenburg, Schlitz, Schöffengrund, Vellmar, Wächtersbach, Waldsolms und Wiesbaden.

(Quelle: Hessisches Sozialministerium)

Inhalt erstellt am 13.11.2007  -  Zuletzt aktualisiert am 16.11.2007

Detailsuche

  • Adressbuch
  • Einrichtungen und Ansprechpartner in Ihrer Nähe
  • Erste Hilfe
  • Die Anlaufstelle für den familiären Notfall
  • Kontakt
  • Der direkte Draht zur FamilienAtlas - Redaktion
Seitenanfang