Modellprojekt Familienzentren

Ministerin Lautenschläger: „Eine Gesellschaft ohne Kinder ist nicht zukunftsfähig.“

 

Wiesbaden. „Die Hessische Landesregierung tritt weiterhin mit Nachdruck dafür ein, die Rahmenbedingungen für Familien hinsichtlich der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder zu verbessern“, sagte die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger heute anlässlich der Plenarsitzung im Hessischen Landtag. Eltern dürfen mit der Erziehungsverantwortung nicht allein gelassen werden.

Als wichtigen Grundstein hierfür bezeichnete Lautenschläger den Bildungs- und Erziehungsplan von 0 – 10 Jahren und das umfassende Weiterbildungskonzept für alle Fach- und Lehrkräfte an den unterschiedlichsten Lernorten. Lautenschläger: „Mit dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan haben wir das Kind in den Mittelpunkt gestellt, nicht die Institution, in der es sich gerade befindet.“ Um dieses zu gewährleisten, sieht der BEP eine Vernetzung aller am Bildungs- und Lernprozess beteiligter Institutionen, Tagespflegepersonen und Familien vor - einschließlich der Grundschule. „Eine gemeinsame Philosophie und eine miteinander verzahnte Organisation von Bildungsprozessen sind ein Meilenstein“, unterstrich die Ministerin.

Kindern von Anfang an optimale Entwicklungschancen zu geben, heißt aber auch, die Familie, die Eltern unmittelbar zu unterstützen und zu stärken. Insgesamt 60 Hebammen wurden bereits zu Familienhebammen weiterqualifiziert, weitere 80 Familienhebammen werden in diesem Jahr folgen. Damit kann schon jetzt an vielen Orten eine Lücke in der Betreuung junger Familien in schwierigen Lebenssituationen geschlossen werden. Ein weiteres Projekt aus dem Kinderschutz-Maßnahmeplan ist das Programm „Keiner fällt durchs Netz“. Es wird in den Landkreisen Bergstraße und Offenbach durchgeführt und von der Hessen-Stiftung für Familie finanziert wird. Hier haben die Familienhebammen eine tragende Rolle. Es kombiniert Angebote wie Elternschule, Vermittlung von Hebammen durch die Geburtskliniken und das enge vernetzte Zusammenarbeiten aller Beteiligten im Bereich Kinder.

In Hessen gibt es daher bereits eine Vielfalt der Zusammenarbeit von Institutionen im Bereich Kinderbetreuung, Familienbildung und -beratung oder der Gesundheitsvorsorge. Das Modellprojekt Familienzentrum kann so auf vorhandenen Strukturen aufbauen und ein möglichst einfacher, niedrigschwelliger Zugang zu den Angeboten ermöglichen. Dazu bieten sich Kindertageseinrichtungen, gut funktionierende Tandems aus der Erprobungsphase des Bildungs- und Erziehungsplans, Familienbildungsstätten, Mehrgenerationenhäuser und Mütterzentren an, die schon heute ein breites Spektrum an Kursen und Beratungsmöglichkeiten zu elterlichen oder Haushaltskompetenzen, Ferienprogrammen, Hospizgruppen, Pflegeberatung, Sprachkursen etc. zeigen.

Ziel des Modellprojektes wird es sein, eine Organisationsform zu finden, in der Kinder optimal betreut und gefördert und die Erziehungskompetenz der Eltern gestärkt werden kann. „Wenn uns das gelingt, dann ist das ein weiterer Schritt, um allen Kindern, auch solchen aus benachteiligten Familien, bestmögliche Entwicklungschancen zu geben und gleichzeitig die Vereinbarkeit vom Familie und Beruf für Eltern zu fördern“ sagte Ministerin Lautenschläger.

(Quelle: Hessisches Sozialministerium)

Inhalt erstellt am 23.04.2008  -  Zuletzt aktualisiert am 25.04.2008

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