„Hessen bildet weitere 40 Hebammen zu Familienhebammen aus.
Wir fördern das Programm in diesem Jahr mit rund 60.000 Euro.“ Das gab Jürgen Banzer, Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, bei einem Gespräch mit dem Landesverband der hessischen Hebammen bekannt. Dafür hatte sich der Familienminister in den Haushaltsverhandlungen im Juni dieses Jahres eingesetzt. „Familienhebammen bilden eine wichtige Brücke zwischen Eltern und sozialen und medizinischen Institutionen. Sie leisten wertvolle Arbeit zum Schutz der Kinder vor Gewalt.“
Die Familienhebammen geben Schwangeren und Eltern in schwierigen und sozial belasteten Verhältnissen Rat und Unterstützung. Damit fördern sie die Bindung zwischen Eltern und Kind und geben Anleitungen für Verhaltensweisen. „Sie haben sich als ein Baustein in der Prävention bewährt“, sagte Jürgen Banzer. Die Arbeit einer Familienhebamme ist als frühes Hilfsangebot zu verstehen. Schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder können die Leistungen bis zum vollendeten ersten Lebensjahr in Anspruch nehmen.
Gemeinsam mit dem hessischen Hebammenverband hatte das hessische Familienministerium im Jahr 2007 ein Fortbildungsprogramm zur Familienhebamme aufgelegt. Seitdem haben insgesamt 140 Hebammen in sieben Kursen die Fortbildung absolviert. Das Familienministerium hat diese Fortbildungen bisher mit insgesamt 135.000 Euro bezuschusst.
(Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit)
