Jugendämter erhalten Bundesmittel für die Qualifizierung von Tagesmüttern
Das Land Hessen beteiligt sich am Aktionsprogramm Kindertagespflege des Bundes, dessen Ziel die flächendeckende Qualifizierung von Tagesmüttern und –vätern ist. „Wir haben aktuell eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der Bundesregierung und der Bundesagentur für Arbeit abgeschlossen. Sie ist die Grundlage dafür, dass hessische Jugendämter die Qualifizierung künftiger Tagesmütter und Tagesväter ganz oder teilweise aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit oder des Bundes durchführen lassen können - vorausgesetzt, die Qualifizierung findet bei einem zertifizierten Fortbildungsträger statt“, teilte die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Petra Müller-Klepper, in Wiesbaden mit.
Die Unterzeichnung der Vereinbarung sei ein weiterer Schritt hin zu einer einheitlichen Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen. „Neben dem quantitativen Ausbau der Kindertagespflege gilt es, die Qualität in der Kindertagespflege weiter zu festigen. Hessen ist hier auf einem guten Weg. Eltern, die ihr Kind in Kindertagespflege betreuen lassen, möchten nicht nur eine auf ihren zeitlichen Bedarf abgestimmte Betreuung, sondern auch eine gut geschulte Tagespflegeperson, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen vermag“, betonte die Staatssekretärin.
Gütesiegel für Fortbildungsträger
Das Verfahren, mit dem interessierte Fortbildungsträger zertifiziert werden können, wird vom Hessischen Kindertagespflegebüro in Maintal durchgeführt. Als Abschluss des Zertifizierungsverfahrens erhalten die Fortbildungsträger ein Gütesiegel. Damit wird gewährleistet, dass die (zertifizierten) Fortbildungsträger eine weitgehend bundeseinheitliche, fachlich anerkannte Qualifizierung für Tagespflegepersonen anbieten.
Petra Müller-Klepper bezeichnete die Beteiligung am Bundesaktionsprogramm als konsequenten Beitrag zum Ausbau der Kindertagespflege in Hessen als gleichwertige Angebotsform der Kinderbetreuung – insbesondere für Kinder unter drei Jahre. „Die Landesregierung engagiert sich seit Jahren für die Weiterentwicklung dieser Form der individuellen Kinderbetreuung und bringt damit die frühe Förderung von Kindern und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf voran. Ziel ist es, die Kinderbetreuung in Tagespflege in eine qualifizierte, vom Jugendamt geförderte Angebotsform zu überführen.“ Die Tagespflege habe in Hessen mittlerweile einen maßgeblichen Stellenwert. Allein für Kinder unter drei Jahre gebe es mittlerweile über 8.200 Plätze bei Tagesmüttern. Dies entspreche einem Anteil an allen Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahre von 28,6 Prozent.
(Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit)
