Praxisleitfaden zur Kindertagespflege

Familienminister Jürgen Banzer stellt Ergebnis eines zweijährigen Pilotprojektes vor

Qualifizierte und motivierte Tagesmütter und Tagesväter in ausreichender Zahl werden für den bundesweiten Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren dringend benötigt. Neben dem quantitativen Ausbau gilt es aber, die Kindertagespflege als Betreuungsangebot insgesamt weiter zu festigen - für die Kinder und deren Eltern, für die Tagesmütter und Tagesväter und für die für den Bereich Kindertagespflege verantwortlichen Kommunen. Mit dem nun abgeschlossenen Pilotprojekt „Kindertagespflege – Qualität und Professionalität durch Kontinuität und sichere Rahmenbedingungen“ ist das Land Hessen diesem Ziel erneut ein deutliches Stück nähergekommen. Die Ergebnisse des Pilotprojekts stellte Familienminister Jürgen Banzer gemeinsam mit Daniela Kobelt Neuhaus von der Karl Kübel Stiftung in Wiesbaden vor. 

Zu den Schwerpunktthemen, die mit dem Pilotprojekt und dem daraus resultierenden Praxisleitfaden intensiv aufgegriffen worden sind, gehören beispielsweise der berufliche Status der Tagesmütter und Tagesväter, die Verlässlichkeit ihrer Auslastung und damit ihrer finanziellen Situation, aber auch der Ausbau ihrer Fortbildung, die letztlich entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Kindertagespflege hat.

Konkrete Antworten auf praktische Fragen

„Mit dem Praxisleitfaden richten wir uns insbesondere an diejenigen, die in der Kindertagespflege tätig sind sowie an Kommunen und Organisationen, die für die Strukturen im Bereich der Kindertagespflege verantwortlich sind. Ihnen stehen ab sofort konkrete Antworten auf eine ganze Reihe von praktischen Fragen zur Verfügung, die bisher vielfach offen geblieben sind und dem Ausbau der Kindertagespflege im Weg gestanden haben“, erklärt Daniela Kobelt Neuhaus, Stiftungsvorstand der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie.

Beispiele, Ideen und Tipps

Der Praxisleitfaden geht auf die intensive zweijährige Projektarbeit der sieben Pilotstandorte zurück (Landkreis Kassel mit Partnerkommunen, sowie Wetzlar, Oberursel, Wiesbaden, Frankfurt, Gründau und Bensheim in Kooperation mit dem Landkreis Bergstraße). Die Broschüre ist in inhaltliche Schwerpunkte gegliedert; zu jedem Themenfeld gibt es eine Beschreibung, Praxisbeispiele, konkrete Handlungsvorschläge und Tipps. Die Vielzahl und die Vielfalt der im Praxisleitfaden genannten praktischen Beispiele und Ideen beweist die Kreativität der Pilotstandorte und zeigt, wie viel vor Ort möglich ist, um die Kindertagespflege im Interesse aller Beteiligten voran zu bringen. Die Broschüre ist nicht nur als Zusammenfassung der wichtigen Ergebnisse für die Pilotstandorte gedacht – sie soll ein Praxisleitfaden von der Praxis für die Praxis sein. Verteilt wird er an die Kommunen, Fachverbände, Behörden wie die hessischen Jugendämter sowie an interessierte Tagesmütter und Tagesväter.

Sichere Rahmenbedingungen

Staatsminister Jürgen Banzer und Daniela Kobelt Neuhaus äußerten sich zuversichtlich: „Der Praxisleitfaden kann dabei helfen, sichere Rahmenbedingungen für die in der Kindertagespflege Tätigen zu schaffen und dadurch Familien und ihren Kinder verlässlichere Betreuungsstrukturen zu sichern.“ Auch die Kommunen erhielten wichtige Anregungen, wie der Aus- und Aufbau von Strukturen im Bereich der Kindertagespflege unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen vor Ort gelingen kann.

„Ich bin sicher, dass der Praxisleitfaden gut angenommen wird – von denen, die die Kindertagespflege vor Ort ausgestalten, aber auch von all denjenigen, denen die Kindertagespflege am Herzen liegt“, so Jürgen Banzer abschließend.

(Quelle: Hessisches Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit)

Inhalt erstellt am 14.04.2010  -  Zuletzt aktualisiert am 14.04.2010

Detailsuche

  • Adressbuch
  • Einrichtungen und Ansprechpartner in Ihrer Nähe
  • Erste Hilfe
  • Die Anlaufstelle für den familiären Notfall
  • Kontakt
  • Der direkte Draht zur FamilienAtlas - Redaktion
Seitenanfang