Neues Webportal für Demenzkranke und ihre Angehörigen

„Wegweiser Demenz“ informiert über Therapie-, Pflege- und Hilfsangebote

Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, den Startschuss für das neue Internetportal "Wegweiser Demenz" gegeben. Es bietet erstmals ein umfassendes Informations- und Unterstützungsangebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen.

"Menschen mit Demenz brauchen besondere Zuwendung. Wir müssen den Erkrankten eine Stimme geben, pflegende Angehörige unterstützen und Ehrenamtliche in ihrem Engagement bestärken", betonte Kristina Schröder während der Pressekonferenz am 20. September in Berlin. "Das A und O sind Angebote zur Prävention und zur Hilfe für bereits Erkrankte vor Ort. Das Internetportal 'Wegweiser Demenz' bietet dafür eine gute Grundlage", so die Bundesfamilienministerin.

Zahl der Demenzkranken könnte steigen

In Deutschland leben rund 2,25 Millionen pflegebedürftige Menschen, 1,3 Millionen Menschen sind an Alzheimer oder anderen Formen von Demenz erkrankt. Bis zum Jahr 2050 könnte sich die Zahl der Demenzkranken sogar auf rund 2,6 Millionen erhöhen, sofern bei Prävention und Therapie kein Durchbruch gelingt. Gut zwei Drittel der Demenzkranken werden von Angehörigen zu Hause gepflegt.

Therapie-, Pflege- und Hilfsangebote

Das neu geschaffene Internetportal des Bundesfamilienministeriums bietet unter anderem Informationen zu Therapie-, Pflege- und Hilfsangeboten, zu gesetzlichen Leistungen und den Rechten und Pflichten von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Neben Videomaterial, einem Weblog und verschiedenen Ratgeberforen bündelt die Datenbank "Hilfe in meiner Nähe" Adressen, Öffnungszeiten und Ansprechpartner der Anlaufstellen vor Ort, zum Beispiel von Gesundheitsämtern, Pflegekassen oder Tagespflegeeinrichtungen.

Das Bundesfamilienministerium hat zudem ein Kooperationsprojekt zwischen regionalen Alzheimer Gesellschaften und 50 Mehrgenerationenhäusern gestartet, die demenzspezifische Hilfsangebote bereitstellen.

(Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Inhalt erstellt am 23.09.2010  -  Zuletzt aktualisiert am 23.09.2010

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