Familienstadt mit Zukunft

Frankenberg erhält Landesmittel für zweite Hälfte des Modellprojekts

„Keine Entscheidung prägt das Leben junger Paare und Familien grundlegender und langfristiger als die Entscheidung für Kinder. Wer sich für Kinder entscheidet, drückt damit auch Zuversicht und Optimismus aus“, erklärte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner in Frankenberg. Der Minister überreichte Bürgermeister Christian Engelhardt einen Bewilligungsbescheid über 2,205 Millionen Euro für die zweite Hälfte des Modellprojekts Familienstadt mit Zukunft. Seit 2005 erprobt die Hessische Landesregierung modellhaft in Frankenberg und Büdingen, ob sich die Geburtenrate durch eine aktive Familienpolitik vor Ort erhöhen und auf diese Weise eine demographische Trendwende einleiten lässt. Das Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ hat eine Laufzeit von zehn Jahren.

120 Kooperationspartner

„Kinder- und Familienfreundlichkeit auf kommunaler Ebene bedeutet vor allem, dass Familien an der Gestaltung von Familienpolitik beteiligt sind und Einfluss darauf nehmen können“, betonte Sozialminister Stefan Grüttner. Die Familienstadt Frankenberg arbeitet mit rund 120 Kooperationspartnern zusammen und hat inzwischen vielfältigen Maßnahmen auf den Weg gebracht, darunter Maßnahmen zur Verbesserung der „Work-Life-Balance“, die Initiative „Bewegungskita“ und die Etablierung des Ernährungsführerscheins „Kochsternchen“ in Kindertagesstätten. „In Frankenberg können neue Ideen und Projekte zur Familienfreundlichkeit getestet und mit einem breiten Konsens in der Bevölkerung realisiert werden“, lobte der Minister.

Relativ hohe Geburtenrate

Die Modellkommune Frankenberg hat gute demografische Voraussetzungen für einen dauerhaften Anstieg der Geburtenrate in den kommenden Jahren. Die Geburtenrate bewegt sich in Frankenberg auf einem relativ hohen Niveau, wobei Höchstwerte von 1,6 Kindern pro Frau in Frankenberg in den letzten 10 Jahren bereits mehrfach erreicht wurden. Sozialminister Grüttner wies darauf hin, dass in Hessen wie in anderen Bundesländern sinkende Geburtenzahlen und eine zunehmende Zahl älterer Menschen die Bevölkerungsentwicklung prägen. Es sei bis zum Jahr 2050 mit einer Verringerung auf 5,5 Millionen Einwohner in Hessen zu rechnen, was zu einem Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2003 bedeute. „Dieser Bevölkerungsentwicklung bis 2050 und ihren negativen Auswirkungen muss entgegengetreten werden. Wir haben nicht zu viele alte Menschen, sondern zu wenig Kinder. Deutschland ist ein kinderentwöhntes Land. Hiergegen muss dringend etwas getan werden“, forderte Stefan Grüttner.

(Quelle: Hessisches Sozialministerium)

Hintergrund

Ziel des 2005 gestarteten Modellversuchs „Familienstadt mit Zukunft“ ist es, die Wirkung einzelner familienpolitischer Maßnahmen auf das Klima zur Gründung von Familien sowie auf das generative Verhalten der Wohnbevölkerung zu untersuchen. In Hessen gibt es zwei Standorte für das Modellprojekt: die Stadt Büdingen (Wetteraukreis) und die Stadt Frankenberg (Kreis Waldeck-Frankenberg). Das Land Hessen fördert das Gesamtprojekt mit bis zu 10 Millionen Euro.

 

Inhalt erstellt am 23.03.2011  -  Zuletzt aktualisiert am 23.03.2011

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