Landeswettbewerb "Familienfreundliche Kommune 2001"

Auf positive Beispiele aufmerksam zu machen und zur weiteren Umsetzung anzuregen, war Ziel des Landeswettbewerbs 2001.

Impulse auf dem Weg zur Familienfreundlichen Kommune

Über die Verbesserung der Lebenssituation von Familien wird auf allen Ebenen der Gesellschaft viel diskutiert. Doch wie lassen sich diese Verbesserungen erreichen? Die Kommunen sind der Lebenssituation von Familien am nächsten, daher gibt es hier einen großen Handlungsspielraum. Mit dem Landeswettbewerb sollte aufgezeigt werden, dass schon heute auf kommunaler Ebene viele kleine Schritte möglich sind. Dabei standen nicht abgeschlossene Projekte sondern Projektideen im Vordergrund.

Landeswettbewerb Familienfreundliche Kommune

20 Kommunen nutzten das Angebot und reichten 45 Projektideen ein. Fünf davon wurden im Rahmen der Prämierungsveranstaltung am 6. Februar 2002 im Hessischen Landtag ausgezeichnet. Wo andere Wettbewerbe enden ging es beim Landeswettbewerb Familienfreundliche Kommune erst richtig los. Mit der Prämierung startete die entscheidende Phase des im Juni 2001 vom Hessischen Sozialministerium und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung  ausgelobten Wettbewerbs. Preisträger wie Bewerber erhielten Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen. Das Angebot für die Preisträger beinhaltete die Moderation und fachliche Begleitung vor Ort, aber auch Schulungen in Moderationstechniken und Projektmanagment. Außerdem wurden Veranstaltungen für alle Bewerberkommunen durchgeführt. In Workshops zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch wurden den Kommunen wichtige Themen wie etwa Finanzierungsmöglichkeiten aufgegriffen. Auch ein Offenes Forum im Rahmen des 1. Hessischen Familientags in Bensheim und ein Fachworkshop zum Thema "Familienbewusste Schule - Notwendigkeit oder Überforderung?"gehörten zum begleitenden Angebot.

In der Abschlussveranstaltung am 3. Dezember 2002 galt es Bilanz zu ziehen. In einer öffentlichen Veranstaltung mit Staatsministerin Silke Lautenschläger (Hessisches Sozialministerium) und Marlis Mosiek-Müller (Gemeinnützige Hertie Stiftung) wurden die Ergebnisse von den Projektbeteiligten selbst vorgestellt. Bürgermeister, engagierte Eltern und Vertreter von Vereinen und Kirchen gewährten Einblick in ihre Aktivitäten. Von einem partizipativen Planungsprozess für eine generationenverbindende Begegnungsstätte in Kaufungen über das Engagement von Vätern in Hammersbach bis zur Eröffnung eines Tagesmütterbüros mit Elternservice in Friedrichsdorf reichen die umgesetzten Ideen.

Standortfaktor Familienfreundlichkeit

Damit kann eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Das Konzept einer Förderung bei der Umsetzung von Ideen hat gegriffen und die Impulse wurden in den Kommunen genutzt. Neben der Unterstützung der Preisträger und dem Aufbau eines Netzwerks trägt der Wettbewerb dazu bei, dass Familienpolitik einen höheren Stellenwert als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe erhält. Familienfreundlichkeit ist ein immer wichtiger werdender Standortfaktor und für die Attraktivität einer Kommune sowie die Gewinnung von Menschen und Arbeitsplätzen mitentscheidend.

Inhalt erstellt am 17.12.2004  -  Zuletzt aktualisiert am 07.12.2009

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