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am 04.05.2007
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um
11:07
Uhr
kontrollinstanzen
ich tu mich wirklich verdammt schwer damit, zusätzliche kontrollinstanzen wie eine vorab prüfungskontrolle für werdende eltern zu etablieren. wir haben bereits eine passende instanz: das jugendamt. wenn deren imagewandel endlich mal in der bevölkerung sichtbar und spürbar werden würde, hätten eltern nicht so hohe hemmungen, dort um hilfe zu bitten.
hinzu kommt, dass es inzwischen wirklich viele familien-beratungseinrichtungen gibt, an die man sich zum größten teil kostenlos wenden kann. wozu noch einen test? um unteren bildungsschichten noch mehr das gefühl zu geben, dass sie zu doof sind, in deutschland zu leben?
sinnvoller wäre wirklich nur eine handfeste unterstützung für menschen mit erziehungsschwierigkeiten. die gibt es zwar schon, werden aber aus unkenntniss oder angst vor verbindungen zum "bösartigen" jugendamt nicht wahrgenommen.
und man darf auch nicht vergessen, dass es absolut keinen guten zeitpunkt für so einen führerschein gibt. in der schwangerschaft wird einem sowieso jeder erneährungskram plus perfekte atmung plus richtige musik plus die besten obstsorten plus die schonendsten sportarten um die ohren geschlagen. da braucht man nicht noch einen termin die woche mehr. und wenn das kind da ist, passt es auch nicht, weil man nunmal nicht jedes kind für gezielt 2h die woche ruhigstellen kann (ganz davon zu schweigen, dass gerade frische eltern zwangläufig nicht so aufnahmefähig sind). wären wir also schon beinahe am kindergartenalter, wo die erzieherinnen anfangen, einfluss zu nehmen.
tut mir leid, aber ein elternführerschein ist nicht nur praktisch kaum umsetzbar sondern auch theoretisch nicht mehr als eine weitere unfreiwillige verantwortungsreduktion der eltern. und die meisten kriegen es mit ihren kindern doch gut genug hin.
hermia.