Familienatlas

Thema: Elternführerschein

merkur

Gast

  • Erstbeitrag
  • 10.08.2005 
  • 18:55

Also ich hab keine kinder, aber es ist doch ziemlich erstaunlich, mit welcher ahnungslosigkeit manche eltern ihren nachwuchs traktieren. für's autofahren werden monatelange vorbereitungen, erste-hilfe-kurse, praktische und theoretische prüfungen verlangt, und für's kinder erziehen? dabei ist der schaden, den man hier anrichten kann, noch viel größer... und wenn das kind dann erstmal in den brunnen gefallen ist, muss supernanny kommen und die sache wieder richten?! mein vorschlag: der eltern-erziehungsführerschein muss her

Dieses Thema enthält 15 Beiträge. Sie sehen Beitrag 11 bis 15.

gast(w21)

Gast

  • Antwort 11 von 15
  • 26.05.2006 
  • 11:33

Elternführerschein

Hallo,
ich hab eure Diskussion mit Interesse mitverfolgt und ich denke es ist an der Zeit wenn ich mich einmische.
Also es gibt 2 Definitionen für den Elternführerschein.
1. Ein Kurs für werdende (junge) Eltern, die sich über richtige Erziehung informiert haben und danach ein Prüfung absolvieren oder
2. Ein Führerschein den Eltern besitzen und somit ihren Kindern das Autofahren beibringen dürfen (fragt mich bitte nicht woher ich diese Idee habe -> studiengang)

Mfg

hermia

Gast

  • Antwort 12 von 15
  • 04.05.2007 
  • 11:07

kontrollinstanzen

ich tu mich wirklich verdammt schwer damit, zusätzliche kontrollinstanzen wie eine vorab prüfungskontrolle für werdende eltern zu etablieren. wir haben bereits eine passende instanz: das jugendamt. wenn deren imagewandel endlich mal in der bevölkerung sichtbar und spürbar werden würde, hätten eltern nicht so hohe hemmungen, dort um hilfe zu bitten.
hinzu kommt, dass es inzwischen wirklich viele familien-beratungseinrichtungen gibt, an die man sich zum größten teil kostenlos wenden kann. wozu noch einen test? um unteren bildungsschichten noch mehr das gefühl zu geben, dass sie zu doof sind, in deutschland zu leben?

sinnvoller wäre wirklich nur eine handfeste unterstützung für menschen mit erziehungsschwierigkeiten. die gibt es zwar schon, werden aber aus unkenntniss oder angst vor verbindungen zum "bösartigen" jugendamt nicht wahrgenommen.

und man darf auch nicht vergessen, dass es absolut keinen guten zeitpunkt für so einen führerschein gibt. in der schwangerschaft wird einem sowieso jeder erneährungskram plus perfekte atmung plus richtige musik plus die besten obstsorten plus die schonendsten sportarten um die ohren geschlagen. da braucht man nicht noch einen termin die woche mehr. und wenn das kind da ist, passt es auch nicht, weil man nunmal nicht jedes kind für gezielt 2h die woche ruhigstellen kann (ganz davon zu schweigen, dass gerade frische eltern zwangläufig nicht so aufnahmefähig sind). wären wir also schon beinahe am kindergartenalter, wo die erzieherinnen anfangen, einfluss zu nehmen.

tut mir leid, aber ein elternführerschein ist nicht nur praktisch kaum umsetzbar sondern auch theoretisch nicht mehr als eine weitere unfreiwillige verantwortungsreduktion der eltern. und die meisten kriegen es mit ihren kindern doch gut genug hin.

hermia.

sarasani

Gast

  • Antwort 13 von 15
  • 22.12.2007 
  • 19:57

Elternführerschein

Zitat von merkur
Also ich hab keine kinder, aber es ist doch ziemlich erstaunlich, mit welcher ahnungslosigkeit manche eltern ihren nachwuchs traktieren. für's autofahren werden monatelange vorbereitungen, erste-hilfe-kurse, praktische und theoretische prüfungen verlangt, und für's kinder erziehen? dabei ist der schaden, den man hier anrichten kann, noch viel größer... und wenn das kind dann erstmal in den brunnen gefallen ist, muss supernanny kommen und die sache wieder richten?! mein vorschlag: der eltern-erziehungsführerschein muss her

Wenn man keine Kinder hat, sollte man derartige Kommentare doch völlig unterlassen. Jedes Kind ist anders, eines ruhig, eines tempramentvoll usw.. Für so etwas gibt es keinen Führerschein. Dort muss man sich in die jeweilige Situation hinein versetzen und reagieren. Ich gucke auch immer mal die Supernanny und oft sehe ich dort Eltern oder meist nur einen Elternteil, die ihren eigenen Hintern nicht hoch kriegen, denen ihre eigene Ruhe und vor allen die Zigarette am Wichtigsten sind. So kann nix funktionieren.

neuergast

Gast

  • Antwort 14 von 15
  • 23.01.2008 
  • 11:29

elternführerschein - so ein schwachsinn

Nur weil es in der Bundesrepublik offensichtlich Eltern gibt, die nicht in der Lage sind Ihre Kinder zu erziehen, sollen jetzt ALLE Eltern darunter leiden ? Ich dachte immer sowas muss im Einzelfall geprüft werden - wo bleibt denn da die Verantwortung der Jugendämter ???

luchsin

Gast

  • Antwort 15 von 15
  • 20.02.2008 
  • 17:29

Wer soll denn prüfen?

Elternführerschein? hm Aber wer soll denn da überhaupt prüfen? Vielleicht kinderlose Psychologinnen, die Kinder nur aus Büchern kennen? Dann müsste das ja auch staatlich kontrolliert werden. Aber der Staat ist nicht mal in der Lage, dafür zu sorgen, dass Eltern genug Freiraum für Kindererziehung haben. Vielmehr hat er mit Hilfe seines Sozialrechts eine "strukturelle Rücksichtslosigkeit gegenüber Familien" geschaffen (laut 5. Familienbericht). Da hat sich bis heute nichts geändert.. Soll diesem Staat nun die Kontrolle über alle Eltern anvertraut werden? Da würde doch der Bock zum Gärtner gemacht.
Staatliche Kontrolle der Kindererziehung ist nur in den wenigen Notfällen gerechtfertigt, in denen Eltern noch unfähiger sind als der Staat.
In aller Regel ist die Kindererziehung aber sicher bei den Eltern besser aufgehoben. - Aber wie wäre es, wenn Politiker zunächst einen Familienpolitik-Führerschein machen müssten, der vor einer Kommission erfahrener Eltern abzulegen wäre?

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