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FamilienMagazin

08.
Juni
2016

Hessischer Familienpreis 2016

08. Juni 2016

Zum dritten Mal zeichnen das Ministerium für Soziales und Integration und die Sparda-Bank Hessen Organisationen und Initiativen in Hessen aus, die helfen, Familien im Alltag wirkungsvoll zu entlasten. Der Preis ist mit insgesamt 11.000 Euro dotiert.

Frankfurt am Main, 07.06.2016. Der Gewinner des Hessischen Familienpreises 2016 heißt „SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiss“. Der Frankfurter Sportverein überzeugte die Jury unter dem Vorsitz von TV- und Radiomoderatorin Bärbel Schäfer mit seinem Projekt „Jung & Alt auf dem Sportplatz der SG Bornheim 1945 e.V. Grün-Weiss – Das Kinder- und Familienzentrum der Generationen“ und sichert sich damit ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

In seinem Kinder- und Familienzentrum – dem ersten seiner Art auf einem Fußballplatz in Deutschland – bündelt der Verein verschiedene pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche. Im „Familien-Sport-Café“ und beim „pädagogischen Mittagstisch“ begegnen sich unterschiedliche Generationen, Kulturen und Mentalitäten und bereichern sich gegenseitig. Sozialbenachteiligte Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund werden gefördert, Familien erhalten wertvolle Unterstützung bei der Betreuung ihrer Kinder. „Damit ist das Projekt ein wichtiger Anker für die Menschen im Frankfurter Stadtteil Bornheim und Umgebung“, begründet die fachkundige Jury ihre Entscheidung.

Auf dem zweiten Platz landet die Evangelische Familienbildungsstätte – Mehrgenerationenhaus Werra-Meissner mit ihrer Gesprächsrunde „Let’s talk“. Mit dem wöchentlich stattfindenden Treffen setzt die Einrichtung ein Zeichen bei der Integration von Flüchtlingen in Hessen: Einheimische aus Eschwege und der Region treffen auf kürzlich eingetroffene Familien und Einzelpersonen aus Krisengebieten und begegnen sich auf Augenhöhe – gesprochen wird in der für alle gleich fremden Sprache Englisch. Vorurteile und Hürden werden abgebaut, ein interkulturelles Verständnis gefördert. Familien und junge Menschen erfahren wertvolle Hilfe im Alltag, werden nachhaltig gefördert und somit schneller Teil der Gesellschaft. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro verbunden.

Als Dritter im Wettbewerb um den Hessischen Familienpreis 2016 setzt sich das FamilienZentrum Bad Sooden-Allendorf e.V. durch. Mit seinem umfassenden Angebot für ein generationenübergreifendes Miteinander ist es ein herausragendes Beispiel dafür, wie mit viel Leidenschaft und Einsatz eine Unterstützung für Familien im Alltag auch in einer kleineren Kommune bestens funktionieren kann. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Zudem entschied sich die Jury, in diesem Jahr einen Sonderpreis zu vergeben. Die Auszeichnung und somit 1.000 Euro gehen an die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und ihr Projekt „Inklusive Vater-Kind-Arbeit mit dem feuerroten PAPAmobil“. Durch gezielte Vater-Kind-Angebote aus den Bereichen Werken, Erlebnis- und Naturpädagogik wird die Erziehungskompetenz von Vätern gestärkt, die aktive Teilhabe am Familienleben gefördert und somit die klassische Rollenverteilung in den Familien zumindest zweitweise aufgehoben.

„Die hessische Landesregierung kümmert sich um Familien in Hessen und unterstützt diese in ihren unterschiedlichen Herausforderungen des Alltags. Dabei spielen generationenübergreifende Projekte, die hier auch heute unter den Preisträgern sind, eine große Rolle, wie bspw. unsere Familienzentren. Mit der Vergabe des Sonderpreises wird die aktive Teilhabe der Väter am Familienleben anerkannt und gewürdigt. Die diesjährigen Preisträger des Hessischen Familienpreises belegen, dass Menschen bereit sind, sich engagiert und ehrenamtlich in ihrem Umfeld für ein gelingendes Miteinander und eine familienfreundliche Kultur, die bspw. auch auf die zu uns kommenden Flüchtlinge zugeht und mit dazu beiträgt, unsere Kultur zu vermitteln, einzusetzen. Sie haben viele gute Ideen, kreative Lösungen und die Kraft, sie im Alltag umzusetzen und zu etablieren. Damit tragen sie dazu bei, dass Familien sich in Hessen wohlfühlen. Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement neben der jetzigen Auszeichnung auf vielfältige Weise, denn: Hessen hat Familiensinn“, so Grüttner.

„Lebensqualität entsteht überall dort, wo Menschen füreinander da sind und sich für andere einsetzen. Dies ist auch oder vor allem im Bereich Familie von großer Bedeutung“, sagte Prof. Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen eG, bei der Preisverleihung in der Zentrale des Finanzinstituts in Frankfurt. „Sie alle stehen mit Ihren Einrichtungen für ein solches Netzwerk und damit für Sicherheit und Stabilität. Sie tragen Ihren Teil dazu bei, dass Hessen ein attraktives Land für Kinder und Familien ist.“

Ziel des Hessischen Familienpreises ist es, Projekte zu fördern, die Familien in Hessen mit deren unterschiedlichen Lebensentwürfen im Alltag unterstützen. Der Preis wird alle zwei Jahre von einer fachkundigen Jury verliehen. Diese besteht aus TV- und Radiomoderatorin Bärbel Schäfer (Jury-Vorsitz), Friedel Rau (Landesseniorenvertretung Hessen), Rainer Jäkel (Geschäftsführer Hessischer Jugendring), Brigitta Leifert (Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Hessen), Jutta Rang (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration) und Andreja Rumpf (Sparda-Bank Hessen).

Weitere Informationen: Der Stifter – die Sparda-Bank Hessen 

Die Sparda-Bank Hessen ist eine regional verwurzelte Genossenschaftsbank mit einer langen Tradition und Geschichte in Hessen. Mit gut 1,5 Millionen Euro jährlich fördert die Sparda-Bank Hessen beispielsweise seit Jahren aus den Mitteln ihres Gewinn-Sparvereins gemeinnützige Organisationen und Initiativen in Hessen. Mit dem Hessischen Familienpreis würdigt sie die Arbeit von aktiven und innovativen Einrichtungen im Bereich der Familienbildung und der generationenübergreifenden Initiativen.

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