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FamilienMagazin

23.
August
2016

Ein Job mit Herz und Zukunft

23. August 2016

Die Zukunftsaussichten in dem Berufszweig sind gut. Fachkräftemangel herrscht auch im Bereich der Altenpflege. Dabei gibt es genügend Gründe, die diesen Beruf attraktiv machen. Anlässlich der hessischen Kampagne „Altenpflege. SocialNetworking 3.0” hat die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V. einige Punkte zusammengetragen.

Zehn gute Gründe für einen Job in der Altenpflege

  1. Dein Arbeitsplatz ist auch in Zukunft sicher.
  2. Die Bezahlung ist fair und besser als in vielen anderen Berufen.
  3. Arbeits- und Ausbildungsplätze gibt es fast überall.
  4. Deine Arbeitszeiten sind flexibel.
  5. Ambulante und stationäre Pflege, Tagespflege oder betreute Wohngemeinschaft: Die Altenpflege bietet dir viele verschiedene Arbeitsmöglichkeiten.
  6. Du hilfst Anderen: pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Das ist ein gutes Gefühl.
  7. Du kümmerst dich um den ganzen Menschen, beziehst seine Lebensgeschichte mit ein.
  8. Du siehst dieselben Menschen immer wieder und kannst dadurch Beziehungen aufbauen.
  9. Du arbeitest im Team mit anderen Profis.
  10. Du lernst Vieles über Pflege, Psychologie, Medizin und noch einiges mehr.

Liebe auf den zweiten Blick

Für viele Berufsein- und -umsteiger ist es die Liebe auf den zweiten Blick. Auch Sebastian war unschlüssig. Aber nach einem Infoabend und einem zweiwöchigen Praktikum stand sein Berufswunsch fest. Und das ist auch sein Tipp: einfach mal zu einer Infoveranstaltung gehen und schauen, ob der verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Job zu einem passt.

Termine in Hessen findet man unter: www.altenpflegeausbildung.net/startseite/veranstaltungen/hessen.html

Hessen werden immer älter

Bis zum Jahr 2030 wird sich die Alterspyramide in Hessen deutlich nach oben verschieben. Die 65-Jährigen oder Älteren klettern von 1,239 Millionen im Jahr 2014 auf 1,628 Millionen im Jahr 2030. Die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre nimmt am stärksten zu. Sie steigt um über 50% und macht dann 7,9% der Hessischen Bevölkerung aus.
Die Gründe für die Alterung der Bevölkerung liegen vor allem in der zunehmenden Lebenserwartung und dem Vorrücken stark besetzter Geburtsjahrgänge in höhere Altersgruppen. (Grafik: Hessisches Statistisches Landesamt 2016)

Alterung der hessischen Bevölkerung
Alterung der hessischen Bevölkerung

 

Der Personalbedarf in den Pflegeberufen bleibt weiter hoch

Der demografische Wandel lässt den Bedarf an Arbeitskräften in der Altenpflege wachsen. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration wollte die Entwicklung genauer abschätzen können und hat den Hessischen Pflegemonitor entwickeln lassen. Damit stehen kontinuierlich Daten über die regionalen Pflegearbeitsmärkte in Hessen zur Verfügung. Ziel ist es, allen Verantwortlichen zuverlässige Daten zum Beschäftigtenstand, zum Pflegearbeitsmarkt und zu künftigen Entwicklungen zur Verfügung zu stellen. Die Zahlen werden alle zwei Jahre erhoben.
Bis 2030 schätzt man einen zusätzlichen Bedarf an Altenpfleger/innen in Hessen von 4750 Personen. Das entspricht einem Plus von 40%. Wenn der Bedarf an guten Fachkräften so hoch ist, wird man sich den Betrieb später mit hoher Wahrscheinlichkeit aussuchen können.

Viele Wege in den Beruf

Die Qualifikationen von Pflegekräften reichen von angelernten Hilfskräften über eine Ausbildung bis zu Pflegekräften mit Studienabschluss. Damit steht auch der Weg zu Leitungsaufgaben in dem Berufsfeld offen. Sogar im Rahmen einer Nachqualifizierung können Beschäftigte ohne anerkannten Berufsabschluss ihre Altenpflege– oder Altenpflegehelferausbildung machen.

Auf der Seite des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sind die Fakten zur Altenpflegeausbildung übersichtlich zusammengefasst.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Seite Gesundheits- und Pflegeberufe in Hessen.

Die Projekte AjuMA und BeA+

Der Bedarf an guten Fachkräften ist sehr hoch. Es gibt viele beispielhafte Projekte, zwei davon sind AjuMA und BeA+.
Die Abkürzung BeA+ steht für „Berufseinsteigerinnen in die Altenpflege“ und wendet sich an Frauen mit Migrationshintergrund. (Info-Faltblatt unten bei den Downloads).
AjuMA (Ausbildung junger Männer in der Altenpflegehilfe) hatte als Modellprojekt ebenfalls Menschen mit Mitgrationshintergrund im Fokus.
„Ich bewundere jeden Einzelnen dafür, jenseits der Heimat einen solchen Weg zu gehen. Und ich würde mich sehr freuen, wenn viele der Männer, die ich hier heute kennenlernen durfte, hier in Hessen eine zweite Heimat finden, in der sie sich wohl fühlen und in der sie auf eine Gesellschaft treffen, die ihnen das Gefühl gibt, willkommen zu sein.“ so Minister Stefan Grüttner als er das Projekt AjuMA 2014 besuchte.

Minister Stefan Grüttner beim Projekt AjuMA
Minister Stefan Grüttner beim Projekt AjuMA

 

Wertvolle Arbeit am Menschen

Feinfühligkeit und ein gutes Gespür für Menschen sollte man auf jeden Fall für diese Arbeit mitbringen. Neben der Ausbildung, die auch medizinische Grundlagen, Psychologie und Wirtschaftswissen vermittelt, sind es die Beziehungen zu den Menschen, die den Beruf zu etwas ganz Besonderem macht. Wie zufrieden diese Arbeit machen kann? Für Sebastian ist klar, was ihn für die manchmal anstrengende Arbeit belohnt: „Man zaubert Ihnen ein Lächeln ins Gesicht“.

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