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Familie mit Kindern auf der Couch

FamilienMagazin

25.
Juli
2016

Sonne, bitte. Aber ohne Brand.

25. Juli 2016

Sonnenschutz – man müsste meinen, dass dieses Thema keines mehr sei. Weiß doch jeder, achten doch alle drauf. Denkste! Schauen wir uns nach dem ersten Sonnenwochenende im Jahr um, entdecken wir überall rote Gesichter und die berühmten weißen Streifen auf der Haut. Von wegen „kein Thema“. Eigentlich sind es nur ein paar einfache Regeln, an die man sich halten muss. Wie wir unsere Haut schützen und den Sommer noch mehr genießen können.

675 Stunden lang schien 2015 die Sonne in Hessen. Unser Bundesland liegt damit deutschlandweit im Mittelfeld. Bremen hat übrigens die wenigste, Sachsen die meiste Sonne. 675 Sonnenstunden reichen satt für preisgekrönte Weine aus dem Rheingau und schöne Ausflüge auf den Feldberg oder in die Rhön. Da vergisst man dann leicht vor lauter Freude übers gute Wetter den Sonnenschutz. Einmal nicht aufgepasst und schon ist er passiert: der Sonnenbrand. Von einer leichten Rötung bis zur regelrechten Hautverbrennung mit möglichen Folgeschäden reicht hier die Palette.

Besonders ärgerlich ist so ein Sonnenbrand, weil man es ja besser weiß. Hätte ich mich nur richtig eingecremt. Wäre ich bloß im Schatten geblieben. Hätte ich mal besser das Poloshirt mit Kragen als das T-Shirt mit weitem Ausschnitt angezogen. Aua!

Bitte merken: Schatten, Shirt und Sonnencreme

Ein gutes Motto hilft, sich die wichtigsten Regeln für den Umgang mit der Sonne zu merken. „Schatten, Shirt und Sonnencreme“ ist so eines. Die gleichnamige Kampagne ist Teil der Aktion „Du bist kostbar – Hessen gegen Krebs“, hinter der die Hessische Krebsgesellschaft, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und weitere Partner und Sponsoren stehen.

Auf der Aktions-Webseite wird das Motto anschaulich erklärt:

Schatten ist die einfachste Form des Sonnenschutzes. Besonders in den Stunden zwischen 12 Uhr und 15 Uhr sollten wir ihn suchen, weil dann die Strahlung am stärksten ist. Aber aufgepasst: Selbst im Schatten sollte man die indirekte Sonnenstrahlung nicht unterschätzen.

Shirt steht für die richtige Kleidung, unsere „zweite Haut“. Sie schützt vor Sonne und wir können sie flexibel an- und ablegen, je nach Strahlungsintensität. Hut oder Mütze gehören unbedingt dazu, denn unser Kopf ist der Sonne am stärksten ausgesetzt. Die Gesichts- und Kopfhaut sind besonders empfindlich, hier ist ein guter Schutz extrem wichtig.

Sonnencreme ist das gängigste Mittel zum Schutz vor Sonnenbrand

Sie wird aber leider oftmals in ihrer Wirkung überschätzt. Selbst ein hoher Lichtschutzfaktor macht empfindliche Haut nicht unverletzbar gegen die Sonne. Wer den Tag in der Sonne verbringen möchte, sollte auf alle drei Arten des Schutzes setzen: Schatten, Shirt und Sonnencreme!

Kinder und Sportler müssen besonders aufpassen

Dass vor allem Kinder und Jugendliche einen guten Sonnenschutz brauchen, ist mittlerweile den meisten bekannt. Sie wissen, dass die Hautschäden, die man sich in jungen Jahren holt, später üble Folgen haben können. Die Hautkrebsprävention trägt mit zahlreichen Aktionen zu diesem Wissensstand bei. In Hessen gab es zum Beispiel 2013 ein großes Pilotprojekt von „Schatten, Shirt und Sonnencreme“, bei dem in Schulen und Kindergärten der richtige Umgang mit der Sonne geübt wurde.

Und auch Sportler sind eine wichtige Zielgruppe der Kampagne. Sie verbringen viel Zeit draußen und sind der UV-Strahlung intensiv ausgesetzt. Auf vielen Sportevents wurde deshalb an Informationsständen erklärt, wie man sich je nach persönlichem Hauttyp besser gegen Sonne schützen kann. Fünf hessische Spitzensportler traten dabei als Botschafter auf. Erreicht wurden so insgesamt über 200.000 sportbegeisterte Hessinnen und Hessen.

Vorsorge durch ein Hautkrebs-Screening

Wer seine Haut auf Schäden untersuchen und Hautkrebs vorbeugen will, geht am besten zum Hautarzt. Ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening, bei dem der Arzt die Haut von Kopf bis Fuß auf Auffälligkeiten untersucht, wird für alle Erwachsenen über 35 empfohlen. Alle zwei Jahre übernehmen die Kassen die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchung. „Vorsorge ist das beste Mittel gegen den Krebs“, so bringt es Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner auf den Punkt.

Besser also gut vorsorgen als sich ständig Sorgen zu machen. Wenn die Sonne über Wiesbaden, Frankfurt, Limburg oder Kassel lacht, sollten wir sie unbeschwert genießen. Mit dem richtigen Schutz können wir das. Ob im Eiscafé, Park oder Freibad.

Unser Tipp für diesen Sommer:

Ein erfrischender Sprung in einen der vielen Badeseen in Hessen. Hier kann man sich herrlich erholen und natürlich auch Sport treiben. Wie wäre es mit Rudern, Surfen oder Wasserski? Nahezu allen hessischen Badegewässern bescheinigt die
EU eine gute oder sogar ausgezeichnete Wasserqualität. Viel Spaß in Hessens Sommer!

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