Listen
Familie mit Kindern auf der Couch
Zusammenleben

Kongress zur Umsetzung des Aktionsplans des Landes Hessen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Institutionen

Am 15.08.2018 fand in Kassel ein Fachkongress statt, der über Maßnahmen des Aktionsplans des Landes Hessen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in Institutionen informierte. Der eintägige Kongress richtete sich mit Vorträgen, Foren und Diskussionen an ein breites Fachpublikum und präsentierte die bisherige Umsetzung des hessischen Aktionsplans.

Die dort vorgestellten Ergebnisse zeigten, dass Hessen sich auf einem guten Weg befindet. Der Kongress diente dazu, weitere Schritte zu beraten, denn das grundlegende Recht von Kindern, frei von Gewalt aufzuwachsen, ist für die Hessische Landesregierung von höchster Bedeutung.

Neben dem familiären Umfeld stellen auch Schule und öffentliche Institutionen wichtige Sozialräume für Kinder und Jugendliche dar, für deren Schutz Staat und Gesellschaft besondere Verantwortung tragen.

Am Kongress nahmen ca. 200 Fachleute teil, die einer breiten Fachöffentlichkeit Themenschwerpunkte aus den Bereichen Schule und Wissenschaft vorstellten. In acht Foren wurde das Publikum informiert und in einen konstruktiven Dialog eingebunden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Katharina Gerarts, Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Kinderschutz immer wieder ins Zentrum rücken

Deutliche Botschaft des Kongresses war, das Thema Schutz von Kindern immer wieder ins Zentrum der Fach- und öffentlichen Debatte zu rücken. Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, auch sexualisierte Gewalt, ist ein aktuelles Thema.

Der Kongress zeigte auf, dass die vielen bereits bestehenden Anstrengungen weiterverfolgt werden sollten, um Kinder und Jugendliche vor Gewalterfahrungen zu schützen und ihnen mit Präventionsangeboten sowie Opferberatung zur Seite zu stehen. Dazu gehört u.a., Kinder und Jugendliche selbst – ihrem Alter entsprechend – in die Erarbeitung von Präventionsmaßnahmen einzubinden, so die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Kinder – und Jugendrechte.

Handlungsoptionen ausschöpfen und dauerhaft mehr in Prävention und Hilfen investieren

Der Unabhängig Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs betonte, dass Hessen sich in besonderer Weise beim Kinderschutz engagiert. So hat Hessen sich als zweites Bundesland der Präventionsinitiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ angeschlossen, die Aufarbeitungsprojekte zur Odenwaldschule und Elly-Heuss-Knapp-Schule unterstützt und sich am Fonds sexueller Missbrauch beteiligt. Gemeinsames Ziel müsse sein, dass in Hessen, in allen anderen Ländern und auf Bundesebene alle Handlungsoptionen ausgeschöpft und dauerhaft mehr in Prävention und Hilfen investiert wird. Nur so können Kinder und Jugendliche in Deutschland besser vor sexueller Gewalt und den oft schwerwiegenden Folgen schützen und einen Rückgang der dramatisch hohen Fallzahlen erreicht werden.

Mittel für Beratung vor Ort

Um auf das Thema sexuelle Gewalt in Familien noch besser reagieren zu können, hat das Land Hessen den Kommunen weitere Mittel für den Bereich „Schutz vor Gewalt und sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ zur Verfügung gestellt. Sie kommen direkt der Beratung vor Ort zugute. 2018 stehen hierfür Mittel von über 1,6 Millionen Euro und in 2019 insgesamt über 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM)

Johannes Wilhelm Rörig ist der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Es ist das Amt der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen und deren Angehörigen, für Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft sowie für alle Menschen in Politik und Gesellschaft, die sich gegen sexuelle Gewalt engagieren.

 

Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Kinder – und Jugendrechte

Die Hessische Landesregierung räumt dem Thema Rechte von Kindern einen hohen Stellenwert ein und hat daher am 19. Juni 2017 Prof. Dr. Katharina Gerarts als Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte berufen. Sie ist insbesondere für Kinder und Jugendliche in Hessen für Anfragen und Anliegen rund um das Thema Kinder- und Jugendrechte als Ansprechpartnerin erreichbar und vertritt deren Belange.

Zuletzt aktualisiert am 26.06.2019

Haben Ihnen diese Informationen weitergeholfen?

Stylesheet ändern

Mit dieser Funktion werden die Kontraste der Schriften auf einen Wert 5:1 erhöht. Sollte Ihnen das nicht ausreichen, benutzen Sie bitte die Einstellmöglichkeiten Ihres Computers.

Weitere Möglichkeiten finden Sie in den Einstellungen Ihres Browsers.