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Mutter und Kind mit Bilderbuch
Zusammenleben

Frauenhäuser

Frauenhäuser gibt es in Hessen seit ca. 40 Jahren. Sie haben sich in dieser Zeit von kleinen Selbsthilfeprojekten zu professionellen Einrichtungen entwickelt. Sie beraten und schützen Frauen und Kinder, die körperlichen und seelischen Gewalttätigkeiten ausgesetzt sind. 

Schutz und Beratung

Von Gewalt betroffene Frauen können sich telefonisch oder persönlich zur Beratung an ein Frauenhaus wenden - auch wenn sie nicht ins Frauenhaus einziehen wollen. Eine präventive Beratung kann dabei helfen, dass ein solcher Aufenthalt vermieden werden kann und andere Unterstützungsmöglichkeiten gefunden werden.

Bei akuter Gefährdung kann sich die Betroffene an die nächste Polizeidienststelle wenden. In Notfällen wird sie von der Polizei direkt in ein Frauenhaus gebracht. Wenn sie sich dort eingewöhnt und stabilisiert hat, finden dann persönliche Beratungsgespräche statt. Bei Bedarf erhält die Frau auch Unterstützung bei Behördengängen.

Nach dem Aufenthalt im Frauenhaus werden die Frauen auf Wunsch beim Aufbau einer eigenständigen Existenz unterstützt. Dazu zählt auch die qualifizierte Beratung bei der Abwicklung von straf-, zivil- und familienrechtlichen Verfahren.

Kinder im Frauenhaus

Kinder geraten beim Einzug in ein Frauenhaus in ein verändertes Spannungsfeld zwischen ihren Eltern. Sie haben keinen oder einen sehr erschwerten Umgang mit dem Elternteil, der Gewalt ausgeübt hat. Sie verlieren ihre Freunde und müssen in der Regel die Schule wechseln. Die Frauenhausträger bieten daher für Kinder und Jugendliche gesonderte Hilfen in unterschiedlicher Form an.

Zuletzt aktualisiert am 13.12.2016

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