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Junge sitzt ängstlich auf einer Treppe
Zusammenleben

Landesaktionsplan gegen häusliche Gewalt

Der Landesaktionsplan zielt in erster Linie auf einen verbesserten Schutz vor Partnergewalt. Er dient auch dem Schutz von Kindern vor den Gefahren, die Partnergewalt für ihre Entwicklung immer bedeutet.

Landesaktionsplan gegen Gewalt im häuslichen Bereich in zweiter Auflage

2011 hat die Hessische Landesregierung den Aktionsplan neu aufgelegt. Ziel ist, die Prävention und Vernetzung in den Mittelpunkt zu stellen.

Landesweit soll eine bedarfsgerechte Versorgung durch ein Netz von niedrigschwelligen, qualifizierten Beratungs-, Hilfe und Schutzangeboten erreicht werden. Kooperationen zwischen staatlichen und kommunalen Institutionen - wie mit den gemeinnützigen Schutzeinrichtungen - wachsen seit den 90er Jahren in Hessen mit zunehmendem Erfolg heran. Verlässliche Strukturen der Hilfe und Prävention der Gewalt im häuslichen Bereich bieten in Hessen aus verschiedenen Institutionen zusammengesetzte Arbeitskreise.

Schutzambulanz Fulda

Die Schutzambulanz Fulda bietet eine gerichtsfeste Dokumentation (ärztliches Attest) unabhängig vom hektischen Betrieb in der Klinik oder Arztpraxis, sichert Beweise sicher auf (Asservierung) und vermittelt weitere Hilfestellung.

Forensisches Konsil Gießen (FoKoGi)

Das Forensische Konsil Gießen (FoKoGi) ist ein kostenloser Online-Dienst der Ambulanz des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. Das FoKoGi bietet über ein gesichertes Webportal und auch telefonisch Auskunft über das Erkennen von Gewalteinwirkung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Behandelnde Ärztinnen und Ärzte werden bei der Befunderhebung und gerichtsfesten Dokumentation unterstützt. Ein persönlicher Untersuchungstermin kann vereinbart werden.

Förderung von Beratungs-, Hilfe und Schutzangeboten

Zusätzlich unternimmt das Land Hessen eine fachliche und finanzielle Förderung von Frauenhäusern, Notruf- und Beratungsstellen für Frauen und von Projekten "Keine Gewalt gegen Mädchen und Jungen".

Broschüre "Häusliche Gewalt. Auch Sie können helfen."

Die Broschüre zeigt, wie Sie Betroffenen helfen können, wie Sie in konkreten Gewaltsituationen reagieren können und wie Sie Tätern signalisieren können, dass ihr Verhalten nicht geduldet wird. Vor allem will die Broschüre informieren, wie Sie helfen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Sie finden diese im Service-Bereich Publikationen.

 

Kampagne "Schaust du hin?"

Das Land Hessen engagiert sich mit vielen spezialisierten Organisationen und der Zivilgesellschaft gegen häusliche Gewalt. Es geht darum, Gewalt vorzubeugen und Betroffene wirksam zu schützen.

Die von Terre des Femmes gemeinsam mit der Kreativagentur Heymann Brandt de Gelmini initiierten Kampagne "Schaust du hin?" trägt dazu bei, das Schweigen zu brechen. Nur so kann Gewalt an Frauen und Mädchen bekämpft werden.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein Kurzfilm, der die Gewalt an Frauen und Mädchen nicht direkt aufzeigt, sondern sich vorrangig mit dem Gefühl auseinandersetzt, das durch die Nötigung, Erniedrigung und Unterdrückung entstanden ist. Die Aktion appelliert an den Gemeinschaftssinn der Bevölkerung und an die Zivilcourage jedes Einzelnen. Seit dem 6. März ist der Kurzfilm "Schaust du hin?" online und zu finden auf www.schaust-du-hin.de, auf YouTube und auf Facebook.

Zuletzt aktualisiert am 18.09.2017
Weitere Informationen

Landespräventionsrat

Der Landespräventionsrat beschäftigt sich u.a. mit den Themen "Gewalt im häuslichen Bereich", "Vernachlässigung von Kindern", "Sport und Prävention".

Ansprechpartner

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Referat Prävention und Schutz vor Gewalt

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