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Mutter mit Zwillingen im Wald
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Unterhaltsvorschuss

Wer sein Kind allein erzieht, ist oftmals in einer schwierigen Lage. Kind, Haushalt und Arbeit - alles muss allein bewältigt und vereinbart werden.

Übersichtsblatt Unterhalt (PDF, 84 KB)

Erklärgrafik Unterhalt

 

Unterhalt

Die Situation verschärft sich noch, wenn das Kind keinen oder nicht mindestens Unterhalt in Höhe des gesetzlichen Mindestunterhalts gemäß § 1612a Abs. 1 Bürgerlichen Gesetzbuchs bekommt. Dann muss der alleinerziehende Elternteil nicht nur den Unterhaltsanspruch seines Kindes verfolgen, sondern auch im Rahmen der eigenen Leistungsfähigkeit für den ausfallenden Unterhalt aufkommen. Schnell ist man dann auf Unterstützung angewiesen.

Unterhaltsvorschuss

In diesem Fall tritt die zuständige Unterhaltsvorschussstelle zunächst in Vorlage und gewährt Unterhaltsvorschuss. Die Unterhaltsansprüche des Kindes gehen dann in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über, der sich die verauslagten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückholt und gegebenenfalls einklagt.

Wann besteht ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss?

Für Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres besteht ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn

  • das Kind in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat,
  • der Elternteil, bei dem das Kind lebt, ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten dauernd getrennt lebt und
  • der andere Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, keinen oder nur teilweise oder unregelmäßig Unterhalt zahlt bzw. das Kind nach dem Tod des unterhaltspflichtigen Elternteils keine Waisenbezüge in einer bestimmten Mindesthöhe erhält

Für Kinder von 12 Jahren bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres besteht ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn

  • das Kind in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat,
  • der Elternteil, bei dem das Kind lebt, ledig, verwitwet oder geschieden ist oder von seinem Ehegatten dauernd getrennt lebt,
  • der andere Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, keinen oder nur teilweise oder unregelmäßig Unterhalt zahlt bzw. das Kind nach dem Tod des unterhaltspflichtigen Elternteils keine Waisenbezüge in einer bestimmten Mindesthöhe erhält und
  • keine Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) bezogen werden oder
  • durch den Bezug von Unterhaltsvorschuss Hilfebedürftigkeit vermieden werden kann oder
  • der betreuende Elternteil über Einkommen von mindestens 600 Euro brutto verfügt.       

Wie hoch ist der Unterhaltsvorschuss?

Die Unterhaltsleistung wird im Regelfall unter Anrechnung des für ein erstes Kind zu zahlenden Kindergeldes in Höhe des sich nach § 1612 a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 2 oder 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches ergebenden monatlichen Mindestunterhalts gewährt.

Ab 1. Juli 2017 gelten folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

  • für Kinder von bis zu 5 Jahren: 150 Euro monatlich
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren: 201 Euro monatlich
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren: 268 Euro monatlich.

 

Was muss ich zur Antragstellung mitbringen?

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis oder Reisepass bzw. Aufenthaltstitel
  • Meldebestätigung bzw. Melderegisterauskunft
  • ggf. Scheidungsurteil
  • ggf. schriftliche Bestätigung des Getrenntlebens durch einen Rechtsanwalt
  • ggf. Vaterschaftsanerkennungsurkunde oder Beschluss über die Vaterschaftsfeststellung
  • ggf. amtliche Festlegung über die Höhe der Unterhaltsverpflichtung (Unterhaltstitel)
  • Einkunftsnachweise, wie z. B. Halbwaisenrente, Unterhaltszahlungen
  • ab dem 12. Lebensjahr den letzten SGB II Bescheid oder die letzten 3 Verdienstbescheinigungen
  • ab dem 15. Lebensjahr Nachweis über den Besuch der allgemeinbildenden Schule oder Belege über Einkünfte
Zuletzt aktualisiert am 22.08.2017
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Ansprechpartner

Zuständig für die Bearbeitung der Anträge auf Unterhaltsvorschuss und die Auszahlung des Unterhaltsvorschusses ist das Jugendamt Ihres Landkreises bzw. Ihrer Stadt.

Adressen
Weitere Informationen

Dem Regierungspräsidium Kassel obliegt die Fachaufsicht über die UV-Stellen bei den örtlichen Jugendämtern in Kreisen und Städten.

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