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Kinder & Jugendliche

Partizipationsförderung durch Aktionsprogramme

Kinder und Jugendliche haben eigene Rechte. Ihre Vorstellungen und Ideen sind für die Gestaltung ihrer Lebensräume, für das Zusammenleben mit anderen und ihre direkte Beteiligung bei der Organisation des Alltags von großer Bedeutung.

Das Lebensumfeld gestalten

In den letzten Jahren hat in der Kinder- und Jugendpolitik die Diskussion zum Thema Partizipation (Beteiligung, Mitwirkung) eine neue Qualität gewonnen. Mit dem Ziel einer kinder- und jugendfreundlichen Gesellschaft erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich nicht nur öffentlich zu artikulieren, sondern sich konkret in Planungen und Aktionen ihrer Lebensbereiche zu engagieren. Kinder und Jugendliche sollen darin unterstützt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden, politische Möglichkeitsräume zu erkunden, Entscheidungen zu treffen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Neben der Familie, Kindergarten, Schule und Gleichaltrigengruppe wird auch den Beteiligungsangeboten der Jugendarbeit eine wichtige Funktion zur Orientierung und Erfahrung in der sozialen und politischen Welt zugeschrieben.

Aktionsprogramme des Landes

Wie diese Beteiligungen modellhaft verwirklicht werden können, steht im Zentrum der Aktionsprogramme.

  • Partizipation (1999-2001)
  • Partizipation und interkulturelle politische Bildung (2003-2005)
  • Partizipation und Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule (2007-2009)
  • Stärkung der Partizipation und Teilhabe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (2011-2014)
  • Gemeinsam Zukunft gestalten - 20 Partizipationsprojekte für Hessen (2017-2019)

Stärkung der Partizipation und Teilhabe von Jugendlichen

Das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB) Dritter Teil: Außerschulische Jugendbildung bietet die Möglichkeit, dass - neben der Förderung der Jugendbildungsarbeit von Verbänden, kommunalen Jugendbildungswerken und sonstigen Trägern - 3 % der Mittel aus der Beteiligung an den Einnahmen aus dem Glücksspielgesetz für „experimentelle Arbeitsansätze und Maßnahmen zur Erprobung neuer Wege in der außerschulischen Jugendbildung“ verwendet werden.

Aktionsprogramm „ Gemeinsam Zukunft gestalten - 20 Partizipationsprojekte für Hessen (ProgrammP)“ 2017-2019

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat im Jahr 2016 das Aktionsprogramm „Gemeinsam Zukunft gestalten - 20 Partizipationsprojekte für Hessen (ProgrammP)“ nach § 39 Abs. 2 HKJGB mit einem Programmvolumen von bis zu 1.100.000 € für den Zeitraum 2017 bis 2019 ausgeschrieben. Ziel ist die Förderung der Partizipation junger Menschen durch Angebote der außerschulischen Jugendbildung. Dabei sollen in Hessen flächendeckend insgesamt 20 Partizipationsprojekte, die sich auf Landkreise, Städte und Gemeinden verteilen (nicht mehr als ein Projekt in einem Landkreis, einer Stadt oder Gemeinde), gefördert werden. Grundsätzlich beträgt die Fördersumme bis zu 50.000 Euro je Projekt. Das Jugendaktionsprogramm will zudem einen konkreten Beitrag im Kontext des Arbeitsplans der Europäischen Union für die Jugend (2016 - 2018) mit dem Ziel einer stärkeren Teilhabe aller jungen Menschen am demokratischen und bürgerlichen Leben in Europa leisten.

Zuletzt aktualisiert am 07.04.2016
Ansprechpartner

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration
Dr. Martin Nörber (Tel. 0611/817-3237)

Außenstelle Kassel
Gerhard Sechtling (Tel. 0561/3085-223)

Adressen

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