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Große Familie sitzt zusammen
Zusammenleben

Mehrgenerationenhäuser

Die vom Bund geförderten Mehrgenerationenhäuser sind Anlaufstellen und Begegnungsstätten für Jung und Alt, in denen sich die Generationen wieder selbstverständlich begegnen und gegenseitig helfen können. Sie nutzen das Erfahrungswissen und die Potenziale aller Generationen, gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen ein und bieten das an, was vor Ort gebraucht wird.

Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser"

Das  Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat im Jahr 2006 das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser I ins Leben gerufen. Mit Beginn des Jahres 2012 startete das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II mit einer Laufzeit bis Ende 2016. Der Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser II wird von vier Schwerpunktthemen bestimmt. So haben 450 Mehrgenerationenhäuser bundesweit ein starkes Fundament, das neue Angebote möglich macht, und das Profil der Häuser zu einem guten Teil prägt.

Schwerpunkte des Aktionsprogramms sind:

  1. Alter und Pflege
  2. Integration und Bildung
  3. Angebot und Vermittlung von Haushaltsnahen Dienstleistungen
  4. Freiwilliges Engagement

Mit ihren vielfältigen Angeboten sowie Beratungs- und Unterstützungsleistungen fördern die Mehrgenerationenhäuser im Aktionsprogramm II gezielt die bessere Vereinbarkeit von Familie bzw. Pflege und Beruf. Orientiert am lokalen Bedarf werden betreuende und pflegende Angehörige entlastet und bspw. Hilfsangebote für demenziell erkrankte Menschen gezielt weiter ausgebaut. Jedes der 450 Häuser im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II erhält einen Zuschuss in Höhe von 40.000 €, davon werden 30.000 € aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und 10.000 € werden von der jeweiligen Standortkommune bzw. vom Land oder Landkreis übernommen. Hessenweit verfügen heute nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte über ein eigenes Mehrgenerationenhaus.

Ab 2017 beabsichtigt das BMFSFJ ein neues Programm zur Verstetigung der Häuser mit einer Laufzeit von vier Jahren (2017-2020) auzulegen. Zielgröße sind 450 Häuser bundesweit. Dabie ist geplant, dass die Kommunen verstärkt einbezogen werden und Antragsteller sind.

Zusammenhalt der Generationen stärken

In den Mehrgenerationenhäusern helfen sich generationsübergreifend Alle auf vielfältige Art und Weise. Bürgerschaftlich Engagierte und professionelle Kräfte arbeiten auf  Augenhöhe zusammen. Nur so kann der Gedanke des Mit- und Füreinander unter einem Dach gelebt werden.

Neues Bundesprogramm

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet am 1. Januar 2017 ein neues Bundesprogramm zur Förderung von Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Damit wird das bis Ende 2016 laufende Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II in eine weitere Förderung überführt. Bereits in diesem Jahr werden in einem Pilotprojekt mit bis zu zehn zusätzlichen Mehrgenerationenhäusern die Vorgaben und Inhalte des neuen Bundesprogramms ab 2017 erprobt. Ein Interessenbekundungsverfahren für neue Mehrgenerationenhäuser startet am 25. April 2016.

Das neue Bundesprogramm ermöglicht den Mehrgenerationenhäusern mehr Flexibilität in ihrer Arbeit, damit sie ihre Angebote noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten können und Kommunen stärken. Statt vier – wie im Aktionsprogramm II – wird es künftig nur noch zwei inhaltliche Schwerpunkte geben, in deren Rahmen die Häuser ihre Angebote bedarfsgerecht und möglichst flexibel gestalten können: die Bewältigung des demografischen Wandels (obligatorisch) und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (zusätzlich fakultativ). Es werden drei Querschnittsziele verfolgt: generationenübergreifende Arbeit, Einbindung freiwilligen Engagements und Sozialraumorientierung.

Das neue Bundesprogramm zielt auf eine stärkere Verankerung der Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen. Dies soll neben der wie bisher im Aktionsprogramm II bereits erforderlichen Kofinanzierung von Kommune, Landkreis oder Land durch einen Beschluss der kommunalen Vertretungskörperschaft erfolgen. Ziel ist, dass die Kommunen die Mehrgenerationenhäuser in ihre Planungen zur Bewältigung des demografischen Wandels im Sozialraum einbinden.

Unverändert zum Aktionsprogramm II bleibt im neuen Programm die Gesamtfördersumme je Haus in Höhe von jährlich 40.000 Euro bestehen, welche sich wie bisher aus einem Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 Euro und dem Kofinanzierungsanteil in Höhe von 10.000 Euro von Kommune, Landkreis oder Land zusammensetzt.

Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“

Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDA, DIHK, ZDH) und dem DGB dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.

Zum Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ gehören das gleichnamige Unternehmensnetzwerk, der Unternehmenswettbewerb „Erfolgsfaktor Familie 2012“, die Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“ sowie das Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung.

Zuletzt aktualisiert am 11.05.2016
Adressen

Übersicht Mehrgenerationenhäuser

Die Mehrgenerationenhäuser setzen auf das Engagement unterschiedlicher Altersgruppen für eine neue Generationensolidarität. In Hessen wurden 28 Mehrgenerationenhäuser für die Aufnahme in das Aktionsprogramm ausgewählt.

Einen Überblick über Einrichtungen in Ihrer Nähe bzw. geförderte Projekte erhalten Sie auf der Website

Ansprechpartner

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Abteilung Familie, Referat Familie

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