Kinderärzte warnen vor frühem Handykonsum bei Kleinkindern

Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren verbringen durchschnittlich rund eine Stunde täglich vor Smartphone oder Tablet. Kinderärzte warnen vor möglichen Entwicklungsfolgen und sprechen in diesem Zusammenhang von einer Form des sogenannten „Bildschirmautismus“.

In dem Deutschlandfunk-Beitrag „Handy als digitaler Schnuller“ vom 10.12.2025 berichten Eltern über ihren digitalen Alltag mit kleinen Kindern. Dr. med. Tanja Brunnert vom Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte ordnet die medizinischen Risiken ein und mahnt zu einem bewussteren Umgang mit digitalen Medien im frühen Kindesalter.

Medienpädagogisch ordnet Heidi Sekulla von dem hessenweiten Projekt FALEDi – Familien.Leben.Digital. das Thema ein und betont insbesondere die Vorbildrolle der Eltern: Der eigene Handykonsum müsse kritisch hinterfragt werden, da Kinder das Medienverhalten ihrer Bezugspersonen früh übernehmen. Sekulla schult im Rahmen von FALEDi Fachkräfte als Multiplikatoren für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien in Familien. 

Das Projekt FALEDi – Familien.Leben.Digital. wird vom Familienministerium und Digitalisierungsministerium in Hessen gefördert.

Die Sendung ist im digitalen Archiv des Deutschlandfunks abrufbar https://www.deutschlandfunk.de/handy-als-digitaler-schnuller-kleinkinder-entwickeln-bildschirmautismus-100.html

Weitere Informationen zum Projekt FALEDi – Familien.Leben.Digital. gibt es auf Instagram unter @familienlebendigital. Dort werden methodische Zugänge und ab Januar Podcasts mit Expertinnen und Experten rund um das Thema "gesundes Aufwachsen in der digitalen Welt" veröffentlicht.

Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2025